Kahn, Heinz / 1922-2014

Geburtsdatum13.04.1922
GeburtsortHermeskeil, Stadt 
Sterbedatum09.02.2014
WirkungsortTrier, Kreisfreie Stadt  | Polch, Stadt  | Koblenz, Kreisfreie Stadt 
Beruf oder BeschäftigungTierarzt  | Vorsitzender  | Verfolgter 
GND-Sachgruppe | Personen zu...Medizin. Tiermedizin  | Kirche  | Politiker und historische Persönlichkeiten 
Werke in AuswahlErlebnisse eines jungen deutschen Juden in Hermeskeil, Trier, Auschwitz und Buchenwald in den Jahren 1933 bis 1945. In: Johannes Mötsch: Ein Eifler für Rheinland-Pfalz. Festschrift für Franz-Josef Heyen, 2003
QuellenMöllers, Georg: Jüdische Tierärzte im Deutschen Reich in der Zeit von 1918 bis 1945, Hannover 2002, S. 170 f. | http://www.wollheim-memorial.de/de/dr_heinz_kahn  (Stand: 11.12.2009) | Rhein-Zeitung, Ausg. AN. - (2009), 229 vom 02.10., S. 23 | http://www.rlp.de/no_cache/einzelansicht/archive/2012/may/article/lebensweg-ist-gepraegt-durch-bekenntnis-zur-menschlichkeit/  (Stand: 19.12.2013) | Rhein-Zeitung, Ausg. B0. - (2014), 11.2., S. 18 |
GND-Nummer1011403498
Siehe auchDeutsche Nationalbibliothek (DNB) Deutsche Nationalbibliothek (DNB) |  Wikipedia-Personenartikel
LiteraturLiteratur von Heinz Kahn in der RPB | Literatur über Heinz Kahn in der RPB

Datum der letzten inhaltlichen Bearbeitung: 11.02.2014

Biogramm

Bis 1936 Besuch der höheren Schule als Sohn eines Tierarztes, der im ersten Weltkrieg Tapferkeitsauszeichnungen erkämpfte; Abbruch der Schulausbildung und kaufmännische Ausbildung; danach Schlosserlehre in Frankfurt am Main; bis 09.11.1938 Tätigkeit in einer Telefonbaugruppe; nach dem Pogrom Zwangsarbeit in der "Judenkolonne" in Köln und Trier; Berufstätigkeit in Lothringen; 1943 Deportation ins KZ Auschwitz mit seiner Familie; später Verlegung ins KZ Buna/Monowitz; Kontakte mit dem kommunistischen Widerstand; Überlebender des "Todesmarsches" vom Januar 1945; aus dem KZ Buchenwald von den Amerikanern befreit; 1945 Neugründer der jüdischen Gemeinde in Trier; Abitur und Studium der Tiermedizin an der Universität Berlin mit Promotion; Tierarztpraxis in Polch; zudem von 1987 bis 2014 Vorsitzender der Jüdischen Kultus-Gemeinde Koblenz; Veröffentlichung eines autobiographischen Beitrags in der Aufsatzsammlung von Johannes Mötsch: "Ein Eifler für Rheinland-Pfalz". 2005 Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland; 2007 Pater-Eisenkopf-Preis der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit Koblenz