Hoffmann, Josef / 1896-1974

Varianter Name¬Der¬ Haubergswanderer ¬[Pseud.]¬
Geburtsdatum09.03.1896
GeburtsortHeinzenbach 
Sterbedatum14.06.1974
SterbeortHerdorf, Stadt 
WirkungsortBreitscheid  | Herdorf, Stadt  | Schnellbach (Ortsbezirk) 
Beruf oder BeschäftigungLehrer  | Schriftsteller  | Heimatkundler 
GND-Sachgruppe | Personen zu...Bildung. Erziehung  | Geographie, Heimat- und Länderkunde  | Schreiben. Dichtung 
In Beziehung stehende PersonSander, August 
WerkeLand an der Wied, 1929 | Faustrecht am Rhein, 1934 | ¬Der¬ Haubergswanderer, 1938 | Herdorfer Heimatbuch, 1950 | Hohenseelbach, 1954 |
QuellenRhein-Zeitung, Ausg. H1. - (1994) vom 21.06. | Siegener Zeitung, Ausg. Altenkirchen. - (2005), 234 vom 08.10., S. 8 | Neuwied : Heimatjahrbuch des Landkreises Neuwied. - 1972, S. 34 | Neuwied : Heimatjahrbuch des Landkreises Neuwied. - 1975, S. 21 | Lebensbilder aus dem Kreis Altenkirchen, Altenkirchen 1979, S. 45-48 |
GND-Nummer1025839048
Siehe auchDeutsche Nationalbibliothek (DNB) Deutsche Nationalbibliothek (DNB)

Datum der letzten inhaltlichen Bearbeitung: 28.05.2015

Biogramm

12. Kind eines Hunsrücker Kleinbauern; Gymnasium in Prüm, Simmern und Trier; Abitur in Trier; wollte Pharmazeut werden, wurde daran jedoch durch Verletzungen bei zwei Einsätzen im 1. Weltkrieg gehindert; Lehrerseminar in Boppard; 1918 Volksschullehrer in Schnellbach; ab 1922 Lehrer an der abgelegenen Waldschule Breitscheid bei Waldbreitbach; 1932 Versetzung nach Herdorf (bis 1944); 1933 Eintritt in die NSDAP; seit 1937 wurde er immer systemkritischer und überwarf sich mit der Partei; setzte sich für die Katholische Kirche ein; in seiner Freizeit vielfältige Studien, v.a. in Geschichte, Soziologie und Psychologie, z.T. als Quellen für seine schriftstellerische Tätigkeit (über 25 Bücher, teilweise ungedruckt); schrieb zudem u.a. unter dem Pseudonym "Der Haubergswanderer" für die Siegener Zeitung heimatkundliche Beiträge; die Veröffentlichung mehrerer sozialkritischer Erzählungen führte zu einem Schreibverbot und sogar Todesdrohungen während der NS-Zeit; 1944 Zwangspensionierung durch die Nazis; wurde nach dem Krieg zunächst nicht entnazifiziert und bekam keine Pension; bis 1948 lebten er und seine Frau in Verarmung; u.a. durch Einwirken eines Herdorfer Kaplans wurde ab 1949 die Pension wieder gezahlt; setzte sich für das Andenken und das Werk des Fotografen August Sander ein; Verfasser verschiedener Beiträge für den Heimatkalender Neuwied und mehrerer landeskundlicher Einzelpublikationen; Themenschwerpunkt im Siegerländer Bergbau