| Varianter Name | Reinhard von Westerburg / der Jüngere / 1315-1353 | Westerburg, Reinhard ¬von¬ / I. / 1315-1353 | Westerburg, Reinhard ¬von¬ / der Jüngere / 1315-1353 |
| Geburtsdatum | 1315 |
| Sterbedatum | 1353 |
| Wirkungsort | Westerburg, Stadt | Schaumburg |
| Beruf oder Beschäftigung | Herr | Edler | Schriftsteller |
| GND-Sachgruppe | Personen zu... | Politiker und historische Persönlichkeiten |
| In Beziehung stehende Person | Balduin, Trier, Erzbischof, Kurfürst | Heinrich III., Mainz, Erzbischof, Kurfürst |
| Quellen | Hellmuth Gensicke: Reinhard Herr von Westerburg (1315-1353). In: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte ; 1 (1951). - S. 128 - 170 | J. G. Lehmann: Geschichte und Genealogie der Dynasten von Westerburg. Unveränd. Neudr. d. Ausg. von 1866, 1974. |
| GND-Nummer | 1031947620 |
| Siehe auch | Hessische Biografie | |
| Literatur | Literatur über Reinhard / I. / von Westerburg in der RPB |
Herr der Herrschaft Westerburg; Gefolgsmann des Kaisers Ludwig IV., den er auf seiner Krönungsreise 1327 nach Rom begleitete; 1331 Heirat mit Bertha von Falkenstein, der Tochter Philipp IV.; der Ehe entstammte u.a. sein Nachfolger, Johann I.; 1336 Beteiligung am Kriegszug des Kaisers gegen Johann von Böhmen; 1338/39 Gefangennahme Reinhards durch den Grafen Heinrich von Nassau, nachdem jener einen nassauischen Amtmann verhaftet hatte und seine Nichte Meyna/ Mene mit dem jüngeren Sohn des Grafen, dem Domprobst von Speyer und infolge Begründer der Beilsteiner Linie, Heinrich, heimlich verheiratet hatte; nach dem Tod Berthas um 1342 Heirat mit Kunigunde von Merenberg 1343, der Witwe des Grafen Siegfrieds von Wittgenstein; nach anfänglich gedeihlichem Nebeneinander widersetzte sich Reinhard den Expansionsbestrebungen des Kurfürsten Balduin von Trier im Westerwald, der seit 1346 ins Lager des Gegenkönigs Karls IV. gewechselt war; Reinhard besetzte 1347 zusammen mit Philipp von Isenburg (1332-1370) die von Balduin von Trier erst 1346 eroberte Burg Grenzau; die Rückeroberung durch Truppen aus dem kurtrierischen Koblenz endete in einem Hinterhalt Reinhards mit 172 Toten auf Koblenzer Seite (Grenzauer Fehde); der im September 1347 geschlossene Waffenstillstand zwischen Kaiser Ludwig und Kurfürst Balduin beinhaltete auch Regelungen zu Reinhard; nach dem Tod des Kaisers im Folgemonat setzten sich die Fehden in den folgenden Jahren fort, mitunter an der Seite des Mainzer Kurfürsten Heinrich; eine Doppelheirat von Reinhards Sohn Johann (I.)(mit Kunigunde von Sayn) und seiner Tochter Irgart/ Adelheid (mit Johannn (III.), Graf von Sayn) festigte die Verbindungen zu der Familie Sayn; ab 1350 versuchte Balduin sich Reinhard und seine Westerwälder Gegner zu verpflichten: so wurde Reinhard zum kurtrierischen (erblichen) Amtmann auf Schadeck, befristet auf sechs Jahre in Montabaur, Limburg, Boppard, Wesel und Bacharach ernannt sowie ihm Teile seiner Schulden erlassen; bereits 1351 war diese Politik der Einbindung gescheitert und die alten Konflikte brachen erneut auf; zudem Minnesänger und Dichter.