Hauer, Johann Jakob / 1751-1829

Varianter NameHauer, ... / 1751-1829 | Hawer, Johann Jakob / 1751-1829 | Hauer, Jean Jacques / 1751-1829
Geburtsdatum10.03.1751
GeburtsortGau-Algesheim, Stadt 
Sterbedatum03.06.1829
SterbeortBlois
WirkungsortParis | Blois
Beruf oder BeschäftigungMaler  | Soldat 
GND-Sachgruppe | Personen zu...Malerei. Zeichnung. Graphik  | Militär 
In Beziehung stehende PersonMarat, Jean-Paul / 1743-1793 | Corday, Charlotte / 1768-1793
WerkeAbendessen der königlichen Familie im Temple (Federzeichnung, 1791) | Tod des Marat (Ölgemälde, 1793) | Charlotte Corday (Ölgemälde und Federzeichnung, 1793) | Abschied Ludwigs XVI. von seiner Familie (Ölgemälde, 1793) | ¬Der¬ Thronfolger wird von seiner Mutter getrennt (Ölgemälde, 1795) |
QuellenErich Hinkel: Der Maler Johann Jakob Hauer/Le Peintre Jean Jacques Hauer (dt./frz.), Beiträge zur Geschichte des Gau-Algesheimer Raumes, Carl-Brilmayer-Gesellschaft Gau-Algesheim, Band 20, 1987 | ders., Johann Jakob Hauer (1751-1829). Ein Maler der Revolution und Restauration, in: Gau-Algesheim. Historisches Lesebuch, 1999, S. 149-151 | Norbert Diehl: 175. Todestag von Johann Jacob Jean Jacques Hauer, Blätter zur Kultur- und Heimatpflege, Beilage zum Amtsblatt der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim, 14, 2004, Nr. 2 | https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Jakob_Hauer (Stand: 11.07.2018) 
GND-Nummer104360038
Siehe auch Institut f�r Geschichtliche Landeskunde an der Universit�t Mainz e.V. |  Wikimedia Commons | Deutsche Nationalbibliothek (DNB) Deutsche Nationalbibliothek (DNB) |  Deutschsprachige Wikipedia

Datum der letzten inhaltlichen Bearbeitung: 11.07.2018

Darstellung von Hauer, Johann Jakob

Bildquelle: Arturo Michelena | Wikimedia Commons | Public domain

Biogramm

Sohn des Schneidermeisters Georg Philipp Hauer aus Bleidenstadt/Taunus und der Susanne geb. Specht aus Gau-Algesheim; Schulzeit in Gau-Algesheim bei Schulrektor Johann Bernhard Vogel; 1760 aus Gau-Algesheim fortgezogen; erste Lehrjahre bei dem kurpfälzischen Hofmaler Johann Philipp Hoffmeister in Mannheim; im Mai 1769 lässt sich Hauer unter der laufenden Nummer 23 in die königliche Künstlerakademie zu Paris eintragen; als Bürgen benennt er seinen Onkel, den Graveur und Kupferstecher Johann Jakob Hauer, der in Paris wohnt; in der Akademie wird Hauer Schüler von Jacques Louis David (1748-1825); im Sommer 1789 dient Jean Jacques Hauer als Kommandant im 2. Bataillon der Garde Nationale; 1792 wird er als Kapitän der Nationalgarde Kommandant des Bataillons der Section des Cordeliers; der Club des Cordeliers, benannt nach dem Couvent des Cordeliers in der Rue de l'École-de-Médecine auf dem linken Seine-Ufer, zählt mit Georges Danton und Jean-Paul Marat zu den radikalen Clubs unter den Revolutionären; Hauer vertritt später als Beamter die Section Théâtre-Français; in derselben Sektion gegenüber dem Club wohnt Marat, als dieser am 13. Juli 1793 von der jungen normannischen Adligen Charlotte Corday ermordet wird; die Mörderin wird in das benachbarte Gefängnis Conciergerie, das "Vorzimmer" zur Guillotine, gebracht; da Hauer als Kommandant für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu sorgen hat, kann er die prominenten Gefangenen besuchen und - wie im Fall der Charlotte Corday geschehen - auch malen; seit 1986 gibt es in Gau-Algesheim eine Johann-Jakob-Hauer-Straße, seit 2012 eine Gedenktafel. ---[Text von Norbert Diehl (per Email am 10.07.2018)]