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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Beigeordneter der Stadt Koblenz; Kreuznach); Kommissar z. b. V. bei der Stadt Koblenz: 16. 3.1933; unbesoldeter Stadtrat vom 20. 6.1933 bis 24.10.1933; Ausscheiden: 24.10.1933 (kommissarischer Oberbürgermeister von Trier, ab 1. 1.1934 endgültig in diesem Amt); - Buchhalter; Gauschatzmeister der NSDAP; unbesoldeter Beigeordneter (\"Stadtrat\"). ---[Daten übernommen aus: Stadtarchiv Koblenz: Die Beigeordneten der Stadt Koblenz 1817 bis 1957 (Stand: 1.8.2008), unveröff. Liste]", "Oberbürgermeister. - C war Kriegsfreiwilliger 1917/18, 1914-1932 Handlungsgehilfe, 1924-1932 in verschiedenen Koblenzer Gaststätten tätig (nach eigenen Angaben als Buchhalter), 1928 Eintritt in die NSDAP, 1929-1933 stellvertr. bzw. Vorsitzender der NSDAP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Koblenz, 1932 zugleich Gauschatzmeister des NSDAP-Gaues Koblenz-Trier. Am 22.06.1933 ehrenamtl. Beigeordneter in Koblenz. Am 20.10.1933 wurde er durch den preuss. Innenminister zum Oberbürgermeister v. Trier ernannt (Einführung fünf Tage später). Für die Ernennung hatte sich vor allem der NSDAP-Gauleiter Gustav Simon eingesetzt. Die Ernennung erfolgte nach der unter Vorwänden vollzogenen Zwangspensionierung des Oberbürgermeisters Dr. Heinrich Weitz. - C wollte aus dem \"schwarzen Trier\" ein \"braunes Trier\" machen; 1937 gab er an, auf freie Stellen der Stadtverwaltung \"immer nur Altkämpfer\" der NSDAP (bis dahin 160 Personen) eingestellt zu haben. Nicht zuletzt durch ein solches Vorgehen hatte er \"die Mehrheit der Einheimischen .. vor den Kopf gestoßen\". Nach C's frühem Tod soll selbst der Gauleiter bemerkt haben, \"daß die Zustände in Trier die Ernennung eines Fachbeamten als Bürgermeister erforderl machten\". Darüber hinaus trug C mit die Verantwortung auch für polit. Handlungen terroristischer bzw. ungesetzl Art. Willig führte er ungesetzl Anordnungen der Kreisleiter aus. Welchen Anteil er daran hatte, daß sich die jüdische Einwohnerschaft während seiner Amtszeit um fast fünfzig Prozent verringerte, kann man nur vermuten. Daß er andererseits als Person oft nicht ganz ernst genommen wurde, daß der Volkswitz ihn selbst, der sich im Dezember 1933 schon in eine Wirtshausschlägerei (mit der Folge v. Rechtsbeugung) hatte verwickeln lassen, als \"Meister vom Stuhle\" ( = Anspielung auf Schlägerei mit Stuhlbeinen) und das betreffende Hotel \"Kaiserhof\" als \"Christliches Hospiz\" ( = Anspielung auf C's Namen) verspottete, verlieh der Erinnerung an seine Person neben den verhängnisvollen auch tragikomische Züge. - *Heirat: 1926 mit Johanna Micheli. - ---[Daten übernommen aus: Reinhard Bollmus, in: Monz, Heinz / 1929-2012 (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]", "Familienstand: verheiratet seit 1926 mit Johanna Micheli. - Beruf: 1914-1932 Handlungsgehilfe; 1917/18 Kriegsfreiwilliger; 1924-1932 in verschiedenen Koblenzer Gaststätten tätig (nach eigenen Angaben als Buchhalter); 1929-1933 Stadtverordneter in Koblenz (stellvertr. bzw. Vorsitzender der NSDAP-Fraktion); März 1932 MdL (Preußen); 1933 Ernennung zum preußischen Staatsrat; 22.6.1933 ehrenamtlicher Beigeordneter in Koblenz; 20.10.1933-13.3.1938 Oberbürgermeister von Trier (Amtseinführung am 25.10.1933). - NSDAP: 1.9.1928 Eintritt in die NSDAP (Nr. 97695); 1929-1930 Kassenwalter der NSDAP im Kreis Koblenz; Sept. 1930-1931 Ortsgruppenleiter der NSDAP in Koblenz (Konflikte mit der Koblenzer SS, die unter ihrem Sturmführer Kamm am 8.12.1930 die Ortsgruppen-Geschäftsstelle besetzt, daraufhin Ausschluss Kamms aus der SS); 1.6.1932-1933 Gauschatzmeister des Gaus Koblenz-Trier; 1933 Kreiskommunalfachberater. Christ wollte aus dem \"schwarzen Trier\" ein \"braunes Trier\" machen, was er u. a. durch konsequente Einstellung von \"Altkämpfern\" der NSDAP auf freie Stellen der Stadtverwaltung zu verwirklichen versuchte. Durch seine Amtsführung hatte er die Mehrheit der Einheimischen gegen sich aufgebracht, so dass nach seinem Tod selbst Gauleiter Simon bemerkt haben soll, \"dass die Zustände in Trier die Ernennung eines Fachbeamten als Bürgermeister erforderlich machten\". Als Person andererseits oft nicht ganz ernst genommen und z. B. nach einer Wirtshausschlägerei im Dezember 1933, an der er sich unter Einsatz von Stuhlbeinen beteiligt hatte, als \"Meister vom Stuhle\" verspottet. ---[Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz; 28)]" ],
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    "source" : [ "Emil Zenz: Geschichte der Stadt Trier, Bd. 3, S. 176-179", "Romeyk, Horst: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz, Düsseldorf 1994, S. 393", "Peter Bucher: Koblenz während der nationalsozialistischen Zeit. In: Jb. f. westdt. Landesgeschichte 11 (1985), S. 211-245", "Stadtarchiv Koblenz, 623 Nr. 6137, S. 222 (Lebenslauf)", "Stadtarchiv Koblenz, 623 Nr. 3240 (Dezernatsverteilung, Wahlzeit, Vorbildung)", "Koblenzer Volks-Zeitung, Nr. 245, 25.10.1933 (Ausscheiden). - Reinhard Bollmus: Trier und der Nationalsozialismus (1925-1945); in: Kurt Düwell/Franz Irsigler (Hg: Trier in der Neuzeit (2000 Jahre Trier, Band 3), 538-544, 550, 575, 580 - Walter Dieck: Selbstbiographie, hektograph., Stadtbibl. Trier, Sign. 81 Aq 128 - Personalakten im Stadtarchiv Trier (Tb 12-688) - Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816-1945, Düsseldorf 1994, 270, 319, 393; - Bundesarchiv Best. PK/B 190 Christ, OPG/I 138 Christ. - Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945. Reihe A: Preußen, hrsg. von Walter Hubatsch, Bd. 7: Rheinland, bearb. von Rüdiger Schütz, Marburg 1978. - Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon, Trier 2000. - Stockhorst, Erich: 5000 Köpfe. Wer war was im 3. Reich, Wiesbaden o. J. (1985)." ]
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