| Geburtsdatum | 22.09.1893 |
| Geburtsort | Mechtersheim |
| Sterbedatum | 14.01.1948 |
| Sterbeort | Mainz, Kreisfreie Stadt |
| GND-Sachgruppe | Personen zu... | Politiker und historische Persönlichkeiten |
| Quellen | Bundesarchiv Best. SA/D 54 Durein. - Landesarchiv Speyer Best. H 91 Nr. 26405, Best. R 18 Nr. E 13216, Best. T 65 Nr. 271, Best. Y 7 Nr. 14. - Heinz, Hans-Joachim: NSDAP und Verwaltung in der Pfalz. Allgemeine innere Verwaltung und kommunale Selbstverwaltung im Spannungsfeld nationalsozialistischer Herrschaftspraxis 1933-1939. Ein Beitrag zur zeitgeschichtlichen Landeskunde, Mainz 1994. - Privatbesitz Gerhard Wunder, Neustadt a.d.W. - |
| GND-Nummer | 1051183073 |
| Siehe auch |
Herkunft: Sohn des Kleinbauern Ludwig Durein. - Familienstand: verheiratet seit 2.4.1921 mit Maria Anslinger, 1 Sohn. - Religion: katholisch, nach 1933 Kirchenaustritt. - Ausbildung: Volksschule in Mechtersheim, bis 1913 Lehrerbildungsanstalt in Speyer. - Beruf: 4.8.1914-1918 Teilnahme am 1. Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger im 17. Bayerischen Infanterie-Regiment (1915 Leutnant d.R., ab Nov. 1916 Kompanieführer), viermal verwundet (EK I und II), kurz vor Kriegsende noch einige Wochen Ausbildung als Flugzeugführer bei der Flieger-Ersatz-Abteilung in Fürth, Mitte Nov. 1918 Entlassung aus dem Heeresdienst; Dez. 1918-Feb. 1919 Lehrer in Homburg, 1.3.1919-Dez. 1922 in Ludwigshafen; seit 1923 Geschäftsführer in der Weinhandlung seines Schwiegervaters in Deidesheim ("ohne dabei das Glück zu erjagen"); seit März 1931 Mitglied des Bezirkstages in Neustadt a.d. Haardt; seit 1937 Mitglied des Kreistages der Pfalz; Mitglied des Aufsichtsrats der Westmark-Werke (Ludwigshafen); April 1938 erfolglos zum Reichstag vorgeschlagen. - NSDAP: 1.11.1930 Eintritt in die NSDAP (Nr. 400120) und SA; 1.11.1930-1.3.1934 Gründer und Leiter der Ortsgruppe Deidesheim; 1.5.1931-31.12.1932 Bezirksleiter von Neustadt-Bad Dürkheim bzw. Kreisleiter von Neustadt; April 1931 Adjutant und stellvertretender Führer der SA-Standarte 9 (später 18), Aug. 1932 Teilung der SA-Standarte 18 und Neuaufstellung der Standarte 17 (Sitz: Deidesheim) mit Durein als Führer, 22.9.1932 SA-Standartenführer; März-Juni 1933 Leiter des Konzentrationslagers Neustadt a. d. Haardt (Nachrichtenkaserne), Führer von drei Hundertschaften Hilfspolizei in Neustadt; 15.5.1934 Führer (m.d.F.b.) der SA-Standarte 31 (Ludwigshafen, 1935 in Standarte 17 umbenannt); 20.12.1934 Beschluss des SA-Sondergerichts der OSAF: Verfahren gegen Durein wegen dessen "kritikartiger Auslassungen aus Anlaß des 30.6." (1934, "Röhm-Putsch") wird an die SA-Gruppe Kurpfalz abgegeben zur eigenen diziplinarischen Regelung, von dort am 27.3.1935 strenger Verweis gegen Durein; seit 1.3.1935 hauptamtlicher SA-Führer; 1.10.1936-1945 (bis 1.5.1937 vertretungsweise) Führer der SA-Brigade 51 (Pfalz), 1.5.1937 SA-Oberführer, 30.1.1939 SA-Brigadeführer; 8.1.1940-17.5.1942 zugleich vertretungsweise als Führer zur SA-Gruppe Oder (Frankfurt a.d. Oder) kommandiert, Kommandierung wegen seines schlechten Gesundheitszustands (Autounfall im Nov. 1941) aufgehoben; ab 1.11.1942 vom SA-Gruppenführer Kurpfalz "mit Sonderaufgaben betraut". Nachkriegszeit: wohnhaft in Deidesheim; 6.3.1950 Einstellung eines Strafverfahrens wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit und gefährlicher Körperverletzung durch das Landgericht Frankenthal infolge Todes. ---[Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]