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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Vermutlich in Meckenheim geboren; Herkunft: Sohn des Pflasterers und späteren Bauunternehmers Peter Hammann. - Familienstand: verheiratet seit 1926 mit Helene Brehm, 2 Söhne, 1935 geschieden; 1936 zweite Eheschließung mit Hildegard Rauchecker, 2 Kinder. - Religion: evangelisch. - Ausbildung: 1904-1908 Volksschule in Straßburg und Pforzheim, 1908-1914 Gymnasien in Kleve und Waldshut; 1914 Kriegsfreiwilliger beim 5. Bayerischen Feldartillerie-Regiment in Landau, 1915 ins Feld, 1917 in Flandern der rechte Arm abgeschossen, 1920 Entlassung aus dem Lazarett als Leutnant d.R.; 1920 Abitur in München, Studium der Rechtswissenschaft an der Universität München, 1924 Referendarexamen in Würzburg, Ende 1926 große Staatsprüfung in Kaiserslautern, Promotion an der Universität Würzburg. - Beruf: 1927 Niederlassung als Rechtsanwalt in Kaiserslautern; Vorsitzender des Turnvereins 1861 Kaiserslautern; seit 13.3.1933 für einige Monate kommissarischer Oberbürgermeister von Neustadt a. d. Haardt, danach bis Juni 1934 Leiter der Rechtsanwaltskammer in Zweibrücken.\n\nNSDAP: 1930-1931 Mitglied der DVP (Vorsitzender der Ortsgruppe Kaiserslautern), als solches in den Stadtrat für die Wahlperiode 1930-34 gewählt, wechselt 1931 über den Stahlhelm zur NSDAP, 15.9.1931 Eintritt in die SA; 1.3.1932 Eintritt in die NSDAP (Nr. 1031426), Gauredner, Schulungsredner für die Kreisleitung Kaiserslautern; 1932-1935 SA-Rechtsberater bei der Brigade 151, seit Feb. 1933 Sturmbannführer im Stab der SA-Standarte 23; Ende 1932 parteiamtliche Ermittlungen durch Hammann wegen der in der Presse gegen Gauleiter Bürckel erhobenen Vorwürfe wegen angeblicher früherer separatistischer Betätigung; Jan.-Dez.1944 kommissarischer Kreiswalter des NSBDJ und Kreisrechtsberater in Kaiserslautern; ab 1.1.1945 zur Gauleitung notdienstverpflichtet; 16.2.-März 1945 kommissarischer Kreisleiter von Ottweiler-St. Wendel. Nachkriegszeit: Juni 1945 Entlassung aus dem amerikanischen Kriegsgefangenenlazarett Fürstenfeldbruck, danach bis 1947 bei Verwandten im Rechtsrheinischen untergetaucht, dann vorübergehend für den französischen Geheimdienst tätig (Anwerbung von deutschen Spezialisten und Wissenschaftlern für die französische Wirtschaft); Nov. 1947 Übersiedlung ins Saarland, seit 1948 in der Lebensmittel-Großhandlung Eduard Schneider in Sulzbach tätig; März-Aug. 1949 wegen Verdachts auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhaftet, Nov. 1949 Ausweisung aus dem Saarland, Aufenthalt bei den Schwiegereltern in Kaiserslautern; 2.3.1950 Einstellung des Säuberungsverfahrens, Wiederaufnahme des Verfahrens auf Antrag des Vorstands der Pfälzischen Anwaltskammer.\n\nseit Jan. 1951 wieder als Rechtsanwalt beim Landgericht Kaiserslautern tätig, Einleitung eines ehrengerichtlichen Ermittlungsverfahrens auf Antrag der Pfälzischen Anwaltskammer; 29.3.1951 Säuberungsurteil der Spruchkammer Neustadt: Belasteter, 3 Jahre Berufsbeschränkung; Einspruch Hammanns von der Berufungsspruchkammer Koblenz am 19.9.1952 verworfen; 28.6.1951 Freispruch von der Anklage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Verhaftung des jüdischen Rechtsanwaltes Dr. Paul Tuteur in Kaiserslautern im März 1933) durch das Landgericht Kaiserslautern, Revision der Staatsanwaltschaft und des Nebenklägers Tuteur am 23.9.1952 vom Bundesgerichtshof verworfen; 8.5.1953 Aufhebung der Sühnemaßnahmen des Säuberungsspruchs durch Gnadenerlass des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Altmeier; 2.9.1953 Strafbefehl des Amtsgerichts Kaiserslautern gegen Hammann (100 DM, ersatzweise 10 Tage Gefängnis), da er während seines Berufsverbots als Rechtsanwalt aufgetreten ist; das Verfahren wird auf Hammanns Einspruch hin mit Beschluss vom 9.9.1953 bis zur Entscheidung in seinem Verwaltungsrechtsstreit gegen das Innenministerium wegen der Spruchkammerentscheidungen ausgesetzt; 12.10.1956 Einstellung des ehrengerichtlichen Ermittlungsverfahrens gegen Hammann durch die Generalstaatsanwaltschaft Zweibrücken in 8 von 10 Fällen, in 2 Fällen nur vorläufig bis zum Inkrafttreten der neuen Bundesrechtsanwaltsordnung (endgültige Einstellung am 21.10.1959); 16.2.1957 Bei einer Tagung der Pfälzischen Anwaltskammer in Neustadt ist Hammann als Referent über die kommende Bundesrechtsanwaltsordnung vorgesehen, was für negatives Presseecho sorgt. [[Anm.: \"Die Freiheit\" û Ausgabe Vorderpfalz vom 15.2.1957]]. ---[Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz; 28)]" ],
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    "source" : [ "Bundesarchiv Best. SA/D 99 Hammann. - Landesarchiv Speyer Best. H 91 Nr. 3602, Best. J 71 Nr. 428-429, Best. J 73 Nr. 359-364, Best. R 18 Karte \"Hammann, Rudolf\", Best. T 65 Nr. 265. - Standesamt Deidesheim. -" ]
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