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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Kaufmann. - Nach dem Abitur 1918 in Bonn bildete sich S in Textilhäusern in Aachen und Saarbrücken aus. 1923 übernahm er das v. seinem Vater gegründete Textilhaus \"Hochstetter & Lange\" in Trier. An ihn sollten sich künftig besondere Anforderungen stellen: die Überwindung der Inflationszeit nach dem Ersten und der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. S war 1933-1938 Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Trier. Hier initiierte er die Weinwerbewochen zugunsten der Moselwinzer. 1937 legte er den Vorsitz des Einzelhandelsverbandes Trier aus Protest gegen den Boykott der bürgerl Presse durch das NS-Regime nieder. Im Jahre 1937 hatte S unter dem Namen \"Textilhaus Sommer\" Geschäfte in Berlin-Steglitz und -Neukölln gegründet. Als diese im Krieg total zerstört worden waren, zog sich S nach dem Kriege ganz auf das Geschäft in Trier zurück. Mit der Währungsreform 1948 begann die entscheidende Schaffensperiode. Aus einem stehen-gebliebenen Hintergebäude heraus erfolgte der Wiederaufbau; 1950 war der Vorkriegsstand fast wieder erreicht. In Saarburg und Prüm wurden Filialen eröffnet. Über das eigene Geschäft hinaus war S engagierter Mitbegründer der \"Frankfurter Interstoff\", der internationalen Fachmesse für Bekleidungstextilien, und der wichtigsten Modemesse der Welt, der \"IGEDO\" (Interessengemeinschaft für Damenoberbekleidung) in Düsseldorf. - Lange Jahre war S Mitglied des Beirates der Landeszentralbank Rheinland-Pfalz. S wurde 1959 zum Honorarkonsul der Republik Panama in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland berufen. Zudem war er seit 1950 1. Vorsitzender des Fußballvereins \"Eintracht Trier 05\" und vorübergehend auch der Tennisgesellschaft Trier. Ausgezeichnet wurde S mit dem Bundesverdienstkreuz I. Klasse. - Das Geschäft wird heute bereits in der dritten und vierten Familiengeneration weitergeführt. ---[Daten übernommen aus: Monika Louisoder, in: Monz, Heinz / 1929-2012 (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]", "Sommer wurde geboren als Sohn des Kaufmanns Theodor Sommer (1865-1934), der Geschäftsführer der Textilhäuser \"Hochstetter & Lange\" in Köln, Koblenz und Aachen war. Als diese 1894 geschlossen wurden, eröffnete er ein neues in Trier, in der Simeonstraße 13. Neben Stoffen, Baumwollwaren, Gardinen und Aussteuerartikel wurde das Sortiment 1902 um Damenkonfektion erweitert. Krankheitsbedingt übergab der Geschäftsgründer das Geschäft 1923 an seinen damals erst 22-jährigen Sohn Oskar Sommer, der seine Ausbildung nach dem Abitur 1918 in Textilhäusern in Aachen und Saarbrücken absolviert hatte. Sommer seit 1.5.1933 NSDAP-Mitglied, war von 1933-1938 Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Trier sowie Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes. Zu Beginn der nationalsozialistischen Zeit erfolgte die Gleichschaltung dieser Interessensvertretungen, ihre Organe wurden nicht gewählt, sondern auf Wunsch des Gauleiters ernannt. Bereits 1933 \"arisierte\" Sommer das Schloßgut Schapbach, im Schwarzwald, das im Besitz des jüdischen Heilbronner Kunsthändlers Siegfried Aram war. 1938 verkaufte er es gewinnbringend. Ob er 1937 \"den Vorsitz des Einzelhandelsverbandes Trier aus Protest gegen den Boykott der bürgerlichen Presse durch das NS-Regime niederlegte\", wie dies seine Tochter Monika Louisoder im Artikel über ihren Großvater erwähnt, kann weder bewiesen noch widerlegt werden. Wohl aber, dass er im Jahre 1937 unter dem Namen \"Textilhaus Sommer\" Geschäfte in Berlin-Steglitz und -Neukölln gründete.\n\nIn Steglitz handelte es sich um das mehrstöckige jüdische Warenhaus Moritz Feidt, das nach dem Tod des Besitzers 1928 von seiner Witwe und seinem Sohn fortgeführt worden war und das von Sommer \"arisiert\" wurde. Nach der Zerstörung der Kaufhäuser in Berlin während des Krieges zog sich Sommer nach dem Kriege ganz auf das Geschäft in Trier zurück. Mit der Währungsreform 1948 begann der Wiederaufbau. Aus einem unzerstört gebliebenen Hintergebäude heraus erfolgte der Neuaufbau, 1950 war der Vorkriegsstand fast wieder erreicht. 2019 berichtete die New York Times im Zusammenhang mit Sommer über Raubkunst: er eignete sich 1933 das Gemälde \"Tarquinius und Lucretia\" (Simon Vouet, 16. Jhd.), das sich im Besitz des jüdischen Kunsthändlers Siegfried Aram befand, widerrechtlich an. Die Erben von Sommer verkauften es 1983 anonym für 108.000 Pfund (umgerechnet 417.000 DM) bei Christie`s. Das Bild hängt heute im Metropolitan Museum in New York. ---[Biogr. von Jutta Albrecht]" ],
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    "source" : [ "Oskar S 50 Jahre alt, in: Textil-Zeitung Nr.108 v. 8.09.1951", "Konsul Oskar S 60 Jahre alt, in: Trierischer Volksfreund, v. 9./10.09.1961", "60 Jahre Hochstetter & Lange Trier, Trier 1954", "Firmenarchiv \"Hochstetter & Lange\"", "Die Firma Hochstetter feierte ihr 100jähriges Jubiläum, in: Handelsjournal Nr.6/1994, 63", "Bollmus, Reinhard, Trier und der Nationalsozialismus (1925-1945), in Düwell, Kurt , Irsigler, Franz ( Hrsg.), Trier in der Neuzeit. 2000 Jahre Trier, Bd. 3, Trier: Spee Verlag, 2. Aufl. 1996, S. 517-572", "https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/gedenktafeln/detail/moritz-feidt/1685 [gesehen am 01.03.2022]", "NSDAP-Gaukartei BArch R 9361-IX KARTEI / 41860793", "https://travel.joopeter.de/raubkunst-im-metropolitan-museum-new-york2 [gesehen am 8.1.2021]" ]
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