| Varianter Name | Groß, Elisabeth / 1899-1944 | Geiberger, Elisabeth / 1899-1944 |
| Geburtsdatum | 24.07.1899 |
| Geburtsort | Worms, Kreisfreie Stadt |
| Sterbedatum | 25.08.1944 |
| Sterbeort | Berlin |
| Wirkungsort | Worms, Kreisfreie Stadt |
| Beruf oder Beschäftigung | Ehefrau | Hausfrau | Mutter |
| GND-Sachgruppe | Personen zu... | Soziologie. Gesellschaft |
| Quellen | Frauen in Rheinhessen : 1816 bis heute / herausgegeben von Susanne Kern, Petra Plättner. - 2., durchgesehene Auflage. - Mainz am Rhein, 2019. - ISBN 978-3-96176-076-3. - Seite 121-126 | https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Groß (Stand: 01.07.2020) |
| GND-Nummer | 1071621459 |
| Siehe auch | |
| Literatur | Literatur über Elisabeth Groß in der RPB |
Elisabeth wurde 1899 als viertes von 13 Kindern der Eheleute Karl und Elise Geiberger in Worms geboren. Nach Beendigung der Volksschule und der Arbeit in einer Fabrik arbeitete sie im Obst- und Gemüsehandel ihrer Mutter, den sie später eigenständig weiterführte. Um 1918 heiratete sie den Fuhrmann Heinrich Groß, das Ehepaar hatte zwei Kinder, Heinrich (* 1919) und Erwin (* 1924). Elisabeth war Mitglied der KPD, dort engagierte sie sich vor allem in der Internationalen Arbeiterhilfe, der sie spätestens ab 1932 als Leiterin vorstand. 1933 kam es wohl zum Bruch mit der KPD und IAH und Elisabeth trat aus beiden Vereinigungen aus. Sie zog sich ins Privatleben zurück und widmete sich ihrer Familie. 1939 mußte sie ihren Obst- und Gemüsehandel aufgeben, da sie etliche Kunden wegen ihrer antinazistischen Einstellung verloren hatte. Zu Beginn des zweiten Weltkriegs kaufte die Familie zwei LKWs und arbeitete zwei Jahre für die Organisation Todt am Bau des Westwalls. 1943 besuchte der Unteroffizier Kurt Gundersdorff, ein Jugendfreund Erwins, die Familie Groß in Worms. Unbedarft plauderte Elisabeth mit ihm und machte keinen Hehl aus ihrer antinazistischen Einstellung. Woraufhin Gundersdorff die Mutter seines Freundes bei der NSDAP-Kreisleitung denunzierte. Nach ihrer Verhaftung wurde Elisabeth im Landesgerichtsgefängnis in Darmstadt und Mainz inhaftiert. Später wurde sie schließlich nach Berlin-Moabit überführt wo sie acht Monate festgehalten wurde. 1944 wurde Anklage wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Wehrkraftzersetzung gegen Elisabeth Groß erhoben. Das Todesurteil wurde am 25.08.1944 in Berlin-Plötzensee vollstreckt.