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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Gerti Salomon wurde 1919 als zweites Kind des Kaufmanns Fritz Siegfried Salomon und dessen Frau Anny in Mainz geboren. Ihr Bruder Rudolf war sieben Jahre älter. Ihr Vater führte gemeinsam mit seinem Bruder das Schuhhaus Manes in der Schöfferstraße in Mainz. Nach dem Besuch der Privatschule Görtz bestand sie 1928 die Aufnahme in die höhere Mädchenschule. Sie war gut in Sport, Schwimmen, Tennis. Nachdem Gerti die Höhere Mädchenschule mit der Mittleren Reife verlassen hatte, arbeitete sie in einem jüdischen Restaurant und gab Sportunterricht an der jüdischen Bezirksschule. Eine Berufsausbildung blieb ihr als Jüdin verschlossen. 1936 wandert ihr Bruder nach Südafrika aus. 1939 versuchte auch Gertis restliche Familie Deutschland zu verlassen. Ihr Vater bat sie um einen Kurierdienst um Geld über einen Mittelsmann an einen Verwandten in Zürich zu übergeben. Gerti wurde bei diesem Vorhaben in Stuttgart von der Gestapo verhaftet und verbrachte 9 Monate in Untersuchungshaft. Während dieser Zeit nahm sich der Vater das Leben. Gerti wurde zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Nach ihrer Entlassung im Herbst 1940 empfahl man ihr, Deutschland zu verlassen. Unter schwierigen Bedingungen gelang Gerti die Auswanderung nach Shanghai. Dort fand sie zunächst eine Anstellung als Bürokraft bei einem aus Berlin stammenden Zahnarzt. Ein Jahr später machte sie sich als Masseurin selbständig und gab im \"French Club\" Schwimmkurse für Kinder.\n\nGerti konnte ein Einreisevisum für ihre Mutter besorgen, das aber zu spät bei dieser ankam. Ihre Mutter wurde kurz vorher deportiert und im Vernichtungslager Treblinka ermordet. Im November 1941 erkannte die nationalsozialistische Reichsregierung allen im Ausland lebenden Juden die deutsche Staatsbürgerschaft ab, Gerti war somit staatenlos. Im Dezember 1941 besetzten japanische Truppen den noch freien Teil des \"International Settlement\" in Shanghai. 1943 richteten die Japaner im Stadtteil Hongkou ein Ghetto für alle jüdischen Bewohner der internationalen Siedlung ein. Gerti musste ihr Appartement aufgeben und fortan im Ghetto leben. Um diese Notzeit besser zu überstehen heiratete sie den Österreicher Egon Winter. Bis 1944 konnte Gerti das Ghetto noch verlassen um ihrer Arbeit nachzugehen, danach hielt sie sich als Kohleverkäuferin über Wasser. Nach Kriegsende trennte sich Gerti von ihrem Mann und versuchte China, in dem nun Bürgerkrieg herrschte, zu verlassen. Dank einer Scheinehe mit dem norwegischen Kapitän Trygve Jorgensen erhielt sie einen norwegischen Pass und konnte zu ihrem Bruder nach Südafrika auswandern. Gerti zog es nach Kapstadt, wo sie eine Anstellung in einer Massagepraxis fand und eine Ausbildung zur Physiotherapeutin begann. 1953 heiratete sie den aus Kassel stammenden Walter Roos. Dieser starb jedoch einige Jahre später. 1959 zog Gerti zurück nach Deutschland und eröffnete in Frankfurt am Main eine psychotherapeutische Praxis. 1962 heiratete Gerti ihren vierten Ehemann, den aus Köln stammenden Ingenieur Paul Meyer. Das Paar lebte sieben Jahre in England, danach zogen sie wieder zurück nach Deutschland, Wiesbaden wurde ihr letzter Wohnort. Dort führte Gerti bis ins hohe Alter eine psychotherapeutische Praxis." ],
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