Böcking, Eduard / 1802-1870

Varianter NameBöckingius, Eduardus | Bocchus, Eduardus | Böcking, Eduard
Geburtsdatum20.05.1802
GeburtsortTraben-Trarbach, Stadt 
Sterbedatum03.05.1870
SterbeortBonn
WirkungsortTraben-Trarbach, Stadt  | Bonn
Beruf oder BeschäftigungHochschullehrer 
GND-Sachgruppe | Personen zu...Bildung. Erziehung 
Werke¬Die¬ juristischen Werke sind aufgeführt in Allgemeine Deutsche Biographie, 55 Bde., Berlin 1875 ff, 2, 787 | Des Dec. Magnus Ausonius Mosella, Latein und Deutsch, Berlin 1828 | Mosella mit Venantius Fortunatus, Jahrbuch des Vereins v. Altertumsfreunden der Rheinlande, Bonn 1845 | Bonner Briefe über den Entwurf des Strafgesetzbuches für die preuss. Staaten v. 1847, Bonn 1848 | (Hg:) A. W. Schlegels sämtl. Schriften, Bände 1-12, Leipzig 1845-1848 |
QuellenAllgemeine Deutsche Biographie, 55 Bde., Berlin 1875 ff, 2, 785 ff. | Fr. v. Bezold: Geschichte der Rhein. Friedrich-Wilhelms-U Bonn, v. der Gründung bis 1870, Bonn 1920, 404 und 419 | Heinz-Günther Böse: Goethe an der Mittelmosel, in: Jahrbuch des Landkreises Bernkastel-Wittlich, 1994, 86-91- Geschlechts-Register der Familie Böcking, Köln 1894, 28 (mit Bild) | Gottfried Kentenich: Ein bedeutender Trarbacher, in: Festschrift zum Traben-Trarbacher Heimatfest 1921 | Ders: Moselfahrer, Trier 1948, 159-162 |
GND-Nummer116216948
Siehe auch Biographien der ADB | Deutsche Nationalbibliothek (DNB) Deutsche Nationalbibliothek (DNB) |  Virtuelles Kupferstichkabinett |  Wikipedia-Personenartikel |  REGESTA IMPERII RI OPAC GND
LiteraturLiteratur von Eduard Böcking in der RPB | Literatur über Eduard Böcking in der RPB

Datum der letzten inhaltlichen Bearbeitung: 11.07.2006

Darstellung von Böcking, Eduard

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Biogramm

Universitätsprofessor. - Besuch des Gymnasiums in Trarbach und Kaiserslautern. Studium der Jurisprudenz 1817-1822 in Heidelberg, Bonn, Berlin und Göttingen. In Berlin 1822 Promotion zum Dr. iur. 1826 Habilitation. 1829 Privatdozent und a.o. Professor. 1829-1870 lehrte B in Bonn, ab 1835 als o. Professor. Er war ein exzellenter Vertreter des römischen Rechts und auch ein Philologe v. Rang. Sein juristisches Hauptwerk, die Pandekten des römischen Privatrechts, blieb unvollendet. Bleibend sind seine Verdienste um das Bonner Corpus iuris anteiustinianei, die Einzelausgaben der Juristen Gajus und Ulpian, die Notitia Dignitatum - B war Mitbegründer des "Rhein Museums für Jurisprudenz" und Vorsitzender des Vereins v. Altertumsfreunden der Rheinlande. Seine Liebe zur Moselheimat bezeugen die Übersetzungen und Editionen der Moselgedichte des Ausonius und Venantius Fortunatus. Der vielseitige Humanist gab auch eine kritische Ausgabe der Werke seines Freundes August Wilhelm Schlegel sowie der Ulrich v. Huttens heraus - Außer der schriftstellerischen Neigung besaß B eine künstlerische, manuelle Begabung für die Kalligraphie und Lithographie - Polit. entschieden liberal kritisierte er scharf den Berliner Strafrechtsentwurf v. 1847 und 1848 die oktroyierte preuss. Verfassung - Der vermögende B verschmähte alle Ehrungen außer dem Titel "Geheimer Justizrat". - *Heirat: mit Thusnelda Corsica. - ---[Daten übernommen aus: Heinz-Günther Böse, in: Monz, Heinz / 1929-2012 (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]