Hoffmann von Fallersleben, August Heinrich / 1798-1874

Varianter NameHoffmann von Fallersleben / 1798-1874 | Hoffmann / Fallerslebensis / 1798-1874 | Hoffmannus Fallerslebensis, Augustus Henricus / 1798-1874 | Hoffmann von Fallersleben, Heinrich / 1798-1874 | Hoffmann von Fallersleben, August / 1798-1874 |
Geburtsdatum02.04.1798
GeburtsortFallersleben
Sterbedatum19.01.1874
SterbeortCorvey
WirkungsortBingerbrück  | Oberwesel, Stadt  | Neuwied, große kreisangehörige Stadt 
GND-Sachgruppe | Personen zu...Schreiben. Dichtung 
In Beziehung stehende PersonRunkel, Eduard Justus von 
Quellenhttp://de.wikipedia.org/wiki/August_Heinrich_Hoffmann_von_Fallersleben (Stand: 07.01.2014)  (Stand: 07.01.2014) | Linz, Karl-Ernst: August Hoffmann von Fallersleben, in: Rhein-Hunsrück-Kalender 70.2014, S. 135-140 | Nationaldichter mußte Neuwied verlassen, in: Rhein-Zeitung, Ausg. B0, vom 02.05.2016
GND-Nummer118552589
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LiteraturLiteratur von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben in der RPB | Literatur über August Heinrich Hoffmann von Fallersleben in der RPB | Literatur von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben in BiblioVino | Literatur über August Heinrich Hoffmann von Fallersleben in BiblioVino

Datum der letzten inhaltlichen Bearbeitung: 06.06.2016

Darstellung von Hoffmann von Fallersleben, August Heinrich

Bildquelle: Photographisches Atelier von W(ilhelm) Halffter, Berlin, Leipziger-Strasse 91, Ecke Mauerstraße | Wikimedia Commons | Public domain

Biogramm

Sohn eines einflußreichen Kaufmanns und Senators. Ab 1816 zunächst Studium der Theologie in Göttingen. 1818 Begegnung mit Jacob Grimm, Studium der Germanistik bei Grimm und Ernst Moritz Arndt in Bonn. Ab Ende 1821 Bibliothekar in Berlin, Freundschaft mit Hegel, Chamisso und Uhland. 1823 Kustos an der Universitätsbibliothek Breslau. 1835 Ordinarius für Altniederländisch, 8 Reisen nach Holland und Flandern. 1840/41 Gedichtsammlung "Unpolitische Lieder". 26.08.1841 Dichtung des "Liedes der Deutschen" auf Helgoland (damals britisch); bereits 1 Woche später Druck bei Campe in Hamburg, auf Wunsch des Verf. mit der bis heute verwendeten Melodie von Haydn. Uraufführung am 5.10.1841 in Hamburg; erste Aufführung westlich des Rheins 17.8.1843 in Oberwesel im Hotel "Propfenzieher", das damals von Freiheitskämpfern wie Freiligrath und Simrock frequentiert wurde. - Ab 1842 Verfolgung wegen seiner liberalen Gesinnung und seiner Opposition gegen die Kleinstaaterei. 1842 Aberkennung der Professur. 1843 Ausbürgerung und Ausweisung aus Preußen. Unterschlupf u.a. als Kuhhirte auf einem mecklenburgischen Rittergut. 1848 Amnestie. 1849 Umzug nach Bingerbrück; Heirat mit seiner 18jährigen Nichte Ida. 1851, wegen Problemen mit dem Bingerbrücker Vermieter, Umzug nach Neuwied; dort wohnhaft in der damaligen Kleinkinderschule, dann in der Markstraße. 30.04.1854 Umzug nach Weimar, nachdem ihm der Neuwieder Landrat von Runkel die Aufenthaltsgenehmigung entzogen hatte; erneute Neuwied-Besuche 1855, 1871 und 1873. 1855 Geburt des Sohnes Franz Friedrich (Patenonkel war Liszt). 1860 Umzug nach Corvey; Anstellung als Bibliothekar; Tod Idas. 1868 Veröff. seiner 6bändigen Autobiographie. - Einer der bedeutendsten deutschen Textdichter von Kinderliedern, z.B. "Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald", "Ein Männlein steht im Walde", "Alle Vögel sind schon da", "Bienchen summ herum". - Das "Lied der Deutschen" wurde am 11.08.1922 zum ersten Mal zur Nationalhymne bestimmt. Am 6.4.1952 wurde es mit allen 3 Strophen zur Nationalhymne der BRD.