| Geburtsdatum | 17.01.1885 |
| Geburtsort | Darmstadt |
| Sterbedatum | XX.03.1942 |
| Sterbeort | Konzentrationslager Belzec |
| Wirkungsort | Worms, Kreisfreie Stadt |
| Beruf oder Beschäftigung | Lehrerin | Weibliche Verfolgte |
| GND-Sachgruppe | Personen zu... | Bildung. Erziehung | Politiker und historische Persönlichkeiten |
| Quellen | https://de.wikipedia.org/wiki/Herta_Mansbacher (Stand: 16.02.2021) | Stadt Worms: Herta Mansbacher (1885-1942) (= https://bit.ly/3qpbiPi ; Stand: 16.02.2021) | Langer Kampf um die Vergangenheit, taz am 9. November 2018, abgerufen am 8. Juli 2020 (= https://taz.de/Judenverfolgung-nach-9-November-1938/!5544999/ ; Stand: 16.02.2021) | https://bit.ly/3prAvXY (Stand: 16.02.2021) |
| GND-Nummer | 118577239 |
| Siehe auch | Hessische Biografie | |
| Literatur | Literatur über Herta Mansbacher in der RPB |
Aufgewachsen in Darmstadt in einem wohlhabenden Elternhaus; Besuch der Viktoriaschule und danach des Lehrerinnenseminars in Darmstadt; 1907 Abschluß, danach Stellung an der Westendschule (Volksschule) in Worms; galt als streng und humorlos, aber auch als besonders fürsorglich, v.a. gegenüber ärmeren Kindern und deren Familien; besann sich nach dem Beginn der NS-Herrschaft immer stärker ihrer jüdischen Identität und begann, anderen Juden zu helfen; ab 1934 führte sie ein "Auswandererbuch", in dem sie die jüdischen Ausgewanderten verzeichnete; 1935 wurde sie durch die NS-Gesetzgebung von der "arischen" Westendschule ausgeschlossen; danach unterrichtete sie an der jüdischen Schule in Worms, wo sie besonderen Wert auf Fremdsprachen und Handwerk legte, da sie die Schüler auf die Auswanderung vorbereiten wollte, was auch massenhaft geschah; 1936-37 kommissarische Direktorin der Schule, die sich im Gemeindehaus der Synagoge befand; bei den Novemberprogromen 1938 rettete sie einzigartige Kultgegenstände aus der Synagoge und stellte sich den Gestapo-Schergen körperlich in den Weg; begann am Tag danach mit dem Wiederaufbau der Schule; 1941 Schließung der Schule; danach arbeitete sie im jüdischen Pflegeheim von Worms; am 19.03.1942 wurde sie zusammen mit einigen Schülern nach Polen deportiert und dort wahrscheinlich im Konzentrationslager Belzec ermordet; 2010 wurde vor ihrer letzten Wohnadresse, heute: Adenauerring 6 in Worms, ein Stolperstein verlegt; ihre "Liste der Auswanderer" überdauerte den Krieg und wird heute in Israel aufbewahrt.