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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Paul Ernst Herrmann entstammte einer kinderreichen Arbeiterfamilie. In der Mainzer Eisengießerei, Maschinen- und Stahlbaufirma Römheld erlernte er den Beruf eines Eisengießers bzw. Formers. Er trat dem Deutschen Metallarbeiterverband bei und wurde ehrenamtlich aktiv. Aus den eigenen Erfahrungen heraus war es ihm wichtig, sich für bessere Lebensverhältnisse der Arbeiter einzusetzen. Herrmann schloss sich der Mainzer Spar-, Konsum- und Produktionsgenossenschaft an, die sein politischer Lehrmeister Eduard David mit seiner Frau gegründet hatte, und engagierte sich auch dort. 1906 heiratete Herrmann die Mainzerin Anna Karolina Kiemle. Das Paar hatte vier Töchter. Er nahm am Ersten Weltkrieg teil. Im Oktober 1919 wurde Herrmann Geschäftsführer und Kassierer des Verbandes der Gemeinde- und Staatsarbeiter. Als dieser sich dem Gesamtverband anschloss, wurde Herrmann Gewerkschaftssekretär und Bevollmächtigter. Von November 1919 bis zum Beginn des Nazi-Regimes war er SPD-Stadtrat. Er hatte weitere Funktionen in verschiedenen Organisationen und konnte dabei auf die Unterstützung seiner Frau zählen. Im Mai 1933 verlor Herrmann nach Zerschlagung der Gewerkschaften seine Anstellung. Er litt unter Verfolgungen durch die Nazis und wurde mehrmals in Schutzhaft genommen. Er war im KZ Osthofen inhaftiert. Nach einigen Jahren Arbeitslosigkeit fand Herrmann im Oktober 1938 Arbeit im Opel-Werk Rüsselsheim, wo er als Lagerist und Arbeiter beschäftigt war. In Folge des Attentats auf Hitler am 20.07.1944 wurde Herrmann als Nazi-Gegner am 29.08.1944 in das KZ Dachau überführt. Am 24.12.1944 kehrt er körperlich mitgenommen nach Mainz zurück. Nach Kriegsende setzte sich Herrmann für den demokratischen Neuaufbau der Gesellschaft ein. Im Januar 1946 wurde er wieder in den Stadtrat gewählt. Im Zusammenhang mit der Entnazifizierung wurde Herrmann zum Öffentlichen Kläger. Bis 1956 war er im Stadtrat und war daneben in weiteren Organisationen tätig. Das Land Rheinland-Pfalz ehrte ihn für seine kommunalpolitischen Verdienste mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette, die Stadt Mainz verlieh ihm den Ehrenring." ],
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    "source" : [ "Arenz-Morch, Angelika u.a. (Hrsg.): Gewerkschafter im Konzentrationslager Osthofen 1933/34, Berlin 2019, Seite 253-267" ]
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