Steeg, Winand von / 1371-1453

Varianter NameWynandus / de Stega / 1371-1453 | Winandus / Ort de Steeg / 1371-1453 | Winand / Ort von Steeg / 1371-1453 | Winand / von Bacharach / 1371-1453 | Winand / von Steeg / 1371-1453 |
Geburtsdatum01.05.1371
GeburtsortSteeg (Ortsbezirk) 
Sterbedatum09.07.1453
SterbeortKoblenz, Kreisfreie Stadt 
WirkungsortWürzburg | Bacharach, Stadt  | Weisel  | Nürnberg | Koblenz, Kreisfreie Stadt  |
Beruf oder BeschäftigungHumanist  | Theologe  | Gelehrter  | Künstler  | Pfarrer / Katholische Kirche 
GND-Sachgruppe | Personen zu...Kultur  | Kirche  | Bildung. Erziehung  | Recht  | Schreiben. Dichtung 
Werke(Teilweise unveröff.) Lapis angularis, 1414 | Mons quatuor fluvialium arborum, 1417 | Adamas colluctantium aquilarum, 1419 | Prologus in Hebreorum veteris testamenti libros ab eis in canone receptos, 1441 | [zahlreiche Gedichte, akademische und amtliche Schriften]
QuellenLexikon für Theologie und Kirche | Schmidt, Aloys: Winand von Steeg (1371-1453), ein mittelrheinischer Gelehrter und Künstler, München 1977, S. 9-31 | "Winand von Steeg (GND: 118633562)", in: RAG, Repertorium Academicum Germanicum. (= http://www.rag-online.org/pnd/118633562 ; Stand: 17.06.2015) | Bünz, Enno: Winand von Steeg (1371 - 1453), in: Rheinische Lebensbilder, Band 15, Köln 1995, S. 43-64 | Winand von Steeg, in: Deutsche Literatur des Mittelalters, Verfasserlexikon, Bd. 10, Berlin 1999, Sp. 1182-1189 |
GND-Nummer118633562
Siehe auch Digitaler Portraitindex - Alle Personen |  Germania Sacra Personendatenbank | Deutsche Nationalbibliothek (DNB) Deutsche Nationalbibliothek (DNB) |  REGESTA IMPERII RI OPAC GND
LiteraturLiteratur über Winand von Steeg in der RPB

Datum der letzten inhaltlichen Bearbeitung: 17.06.2015

Biogramm

Frühhumanist; Angehöriger der wohlhabenden Bürgerfamilie Ort; vermutlich Besuch der Pfarrschule in Bacharach (Schule der Brüder vom gemeinen Leben), möglicherweise danach in Deventer in Holland; 1391/92 Reise nach Rom; erhielt 16.12.1392 die Pfarrei Weisel als Pfründe; 1394 Studium in Heidelberg, wurde wegen seines Studiums vom Dienst in seiner Pfarrei befreit (verlängert bis 1404); 1396 Promotion zum baccalaureus artium; 1397/1398 erneute Romreise; Anspruch auf 3 weitere Pfründe: in St. Goar, Bingen und Bacharach; 1401 Bakkalaureat der juristischen Fakultät Heidelbergs; 1401 Ablehnung eines Kanonikats in Limburg durch das Domkapitel; 1403-1411 Lehrer für kanonisches Recht in Würzburg, 1404-1411 Promotion zum außerordentlichen Professor ("doctor decretorum"); 1404 Beisitzer am Würzburger Hofgericht; 1405 Erhalt von Pfründen in Würzburg; 1409-1410 Generalvikar des Fürstbischofs von Würzburg; als solcher zuständig für kirchenrechtliche Entscheidungen; 1411 Justitiar der Stadt Nürnberg; nahm 1414-1418 dreimal am Konzil von Konstanz teil; predigte regelmäßig auch in Passau; 1418 Berufung an den Königshof in Passau; 1419 Sekretär des Königs; Teilnahme an den Hussitenkriegen in Ungarn, danach Rückkehr nach Nürnberg; 1419/20 von Nürnberg als Stadtjurist nach Augsburg ausgeliehen; August 1419 Aufenthalt in Bacharach; 1421 Kanonikat von St. Andreas in Köln; zugleich Anstellung als Pfarrherr von Bacharach, diesmal mit allen Pflichten; 1426 Vollendung der Wernerkapelle in Womrath; aus dem Jahr 1426 sind auch Wandmalereien von seiner Hand in Bacharach bekannt; 1431 Kanoniker des Stifts St. Kastor in Koblenz, 1439 Dekan, 1447 Rücktritt; 1441 Pfarrer in Ostheim (heute Nidderau-Ostheim/Hessen), aber wahrscheinlich ohne Amtsausübung; besaß eine große Bibliothek und erwarb auch wertvolle Handschriften für seine Dienstherren