Dehmel, Ida / 1870-1942

Varianter NameDehmel-Coblenz, Ida / 1870-1942 | Coblenz, Ida / 1870-1942 | Auerbach, Ida / 1870-1942
Geburtsdatum14.01.1870
GeburtsortBingen am Rhein, große kreisangehörige Stadt 
Sterbedatum29.09.1942
SterbeortHamburg
WirkungsortBerlin | Hamburg
Beruf oder BeschäftigungLyrikerin  | Feministin 
GND-Sachgruppe | Personen zu...Schreiben. Dichtung 
In Beziehung stehende PersonAucherbach, Leopold | Dehmel, Richard / 1863-1920 | Auerbach-Dehmel, Heinz Lux / 1895-1917 | George, Stefan 
QuellenFrauen in Rheinhessen : 1816 bis heute / herausgegeben von Susanne Kern, Petra Plättner. - 2., durchgesehene Auflage. - Mainz am Rhein, 2019. - ISBN 978-3-96176-076-3. - Seite 71-76 | https://de.wikipedia.org/wiki/Ida_Dehmel (Stand: 25.06.2020)  (Stand: 25.06.2020)
GND-Nummer118679228
Siehe auch Wikimedia Commons | Deutsche Nationalbibliothek (DNB) Deutsche Nationalbibliothek (DNB) |  Wikipedia-Personenartikel
LiteraturLiteratur von Ida Dehmel in der RPB | Literatur über Ida Dehmel in der RPB

Datum der letzten inhaltlichen Bearbeitung: 25.06.2020

Biogramm

Ida Coblenz stammte aus einer liberalen jüdischen Familie aus Bingen am Rhein. Ihr Vater ermöglichte ihr eine standesgemäße Ausbildung für höhere Töchter in einem Internat in Belgien. Schon in jungen Jahren entwickelte sie ein großes Interesse an Kunst, Musik und Literatur und pflegte eine Freundschaft und einen Briefwechsel mit dem ebenfalls aus Bingen stammenden Stefan George. Auf Wunsch ihres Vaters heiratete Sie 1895 den Kaufmann und Konsul Leopold Auerbach und zog mit ihm nach Berlin. Das Paar hatte einen Sohn, Heinz Lux (1895-1917). Ida eröffnete in Berlin einen Kunstsalon und konnte so modernen Künstlern ein Publikum verschaffen. Dort lernte sie auch den aufstrebenden Lyriker Richard Dehmel kennen. Nach dem Bankrott ihres Mannes lies sich Ida scheiden und heiratete 1901 Richard Dehmel, mit dem sie nach Hamburg zog. Ida Dehmel war an der Gründung diverser Kunstfördervereine beteiligt, wie z.B. dem Frauenbund zur Förderung Deutscher Bildender Kunst" und der "Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen" und trat für die Frauenrechte ein. Nach dem Tod ihres Mannes kümmerte Sie sich um dessen Nachlass. Mit Zunahme des Nationalsozialismus verlor sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft ihre gesellschaftlichen Ämter und durfte nicht mehr publizieren. Durch die weitläufige Verwandtschaft ihres Mannes genoss sie zwar noch einen gewissen Schutz vor den Nationalsozialisten, nahm sich aber wegen zunehmender Einsamkeit und ihres angeschlagen Gesundheitszustandes 1942 das Leben.