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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Hermann Ibkendanz wuchs mit acht Geschwistern auf. Sein Vater war Zimmermann. Nach seiner Ausbildung zum Maschinenschlosser arbeitete er fast sein gesamtes Berufsleben lang bei der Bahn. Mit 18 Jahren trat er der Gewerkschaft bei, mit 22 wurde er Mitglied der SPD. Unmittelbar nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs heiratete er am 03.08.1914 Lotte (Elisabeth) Flohn aus Bermersheim bei Worms. Am Tag danach begann sein Kriegsdienst, der erst im November 1918 endete. Nach der Rückkehr fand er eine Anstellung als Schlosser beim Bahnbetriebswerk der Deutschen Reichsbahn in Worms. Ab ca. 1922 war er Betriebsratsvorsitzender. Er gehörte auch einige Zeit dem Bezirksbetriebsrat der Reichsbahndirektion Mainz an. Ab 1927 war er SPD-Stadtrat in Worms. Er war als begnadeter Redner bekannt und war aus voller Überzeugung gegen den Nationalsozialismus, was ihn zur Zielscheibe der Nazis machte. Am 03.05.1933 wurde er in Schutzhaft genommen. Er verbrachte etwa einen Monat im KZ Osthofen. Bereits in der Haft erhielt er von der Deutschen Reichsbahn die Entlassungspapiere. Obwohl die Staatsanwaltschaft nachwies, dass er nicht wie vorgeworfen Gewerkschaftsgelder veruntreut hatte, wurde er nicht wieder eingestellt. Seine Familie - sein Sohn Rolf war 1920 geboren worden - lebte in der Folgezeit in ärmlichen Verhältnissen. Ab 01.04.1938 arbeitete Ibkendanz bei Opel in Rüsselsheim, wurde aber mit Beginn des Zweiten Weltkriegs dienstverpflichtet. Man weiß nicht, wie es ihm bis 1944 erging. In Folge des mißlungenen Attentats auf Hitler wurde Ibkendanz als SPD-Mitglied im August 1944 von den Nazis verhaftet. Ab Ende Augst war er rund zwei Wochen lang im KZ Dachau inhaftiert. Details über den Aufenthalt dort sind nicht bekannt, aber er war prägend für den Rest von Ibkendanz' Leben. Im Februar 1945 wurde das Haus der Familie bei einem Bombenangriff zerstört. Nach Kriegsende suchte Ibkendanz Anschluss an sein Leben vor 1933. Er konnte wieder bei den Bahnbetriebswerken Worms arbeiten und engagierte sich erneut für Gewerkschaft und SPD. Aufgrund der Unterstellung, mit der NSDAP sympathisiert zu haben, und vager Vorwürfe aus Gewerkschaftskreisen wurde Ibkendanz nicht als Opfer des Faschismus anerkannt. Es wurden ihm lediglich wegen seiner Entlassung und seinen Haft Entschädigungen zuerkannt. Seine gute gesellschaftliche Stellung hatte er verloren und er verbrachte seinen Lebensabend in schlechter physischer und psychischer Verfassung." ],
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    "source" : [ "Arenz-Morch, Angelika u.a. (Hrsg.): Gewerkschafter im Konzentrationslager Osthofen 1933/34, Berlin 2019, Seite 272-278" ]
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