Isay, Rudolf / 1886-1956

Varianter NameIsay, Rudolf Max / 1886-1956
Geburtsdatum01.01.1886
GeburtsortTrier, Kreisfreie Stadt 
Sterbedatum14.04.1956
SterbeortOber-Krälingen 
Beruf oder BeschäftigungRechtsanwalt 
GND-Sachgruppe | Personen zu...Recht 
Werke in Auswahl¬Der¬ Schadenersatzanspruch des Besitzers und des Eigentümers bei Beschädigung der Sache, Dissertation Berlin 1910 | 16 Kommentare, Bücher und Schriften, z.B.: Das Recht am Unternehmen, Berlin 1910 | ¬Das¬ Bergrecht der wichtigsten Kulturstaaten in rechtsvergleichender Darstellung, Berlin 1929 | Kommentar zum Preuß allgem. Berggesetz, 2 Bde, Mannheim 1919/20 (mit Hermann Isay) | Kommentar zur Kartellverordnung v. 1923 (mit Tschiersky), Mannheim 1925 |
QuellenBeiträge zum Wirtschaftsrecht. Festschrift für Rudolf I zum 70. Geburtstag, hrsg. v. Eduard Reimer, Köln/ Berlin 1956 | Helmut Heinrichs u.a. (Hrsg.): Deutsche Juristen jüdischer Herkunft, München 1993, 185, 205 f. | Josef Walk: Nachruf, in: Chronik der Universität Bonn für das akademische Jahr 1955/56, Bonn 1956, 22 f. | Josef Walk: Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918-1945, München u.a. 1988, 166. | *Abbildungen: Umschlagbild, in: Aus meinem Leben
GND-Nummer118710885
Siehe auch Biographien der NDB | Deutsche Nationalbibliothek (DNB) Deutsche Nationalbibliothek (DNB) |  Wikipedia-Personenartikel
LiteraturLiteratur über Rudolf Isay in der RPB

Datum der letzten inhaltlichen Bearbeitung: 11.07.2006

Biogramm

Rechtsanwalt, Patentrechtler, Kaffeepflanzer. - Die Vorfahren I's stammten aus Schweich, wo der Urgroßvater 1808 Vorsteher der jüdischen Gemeinde gewesen war; die Eltern waren Abraham I und Jenny Michaels - Abitur 1904 in Trier, 1904-1907 Studium der Jurisprudenz in Heidelberg, Straßburg und Bonn, 1908 Lizentiat und Promotion zum Dr. iur. Nach der Referendarausbildung und Assessorexamen 1910 Eintritt in die Rechtsanwaltspraxis des Bruders Hermann I (bis 1935). 1914 Kriegsfreiwilliger. Seit 1918 Patentanwalt in Berlin. Mitglied der Sozialisierungskommission im Reichswirtschaftsministerium - 1933 Berufsverbot und durch die Nürnberger Rassegesetze 1935 aus seinem Beruf gedrängt und zur Emigration genötigt. Nur noch acht Prozent seines Vermögens konnte I mitnehmen und in Brasilien Land erwerben. Im Urwald v. Nord-Parana rodete und arbeitete I 16 Jahre lang mit Frau und Kindern unter härtesten Bedingungen als Kaffeepflanzer und Schweinezüchter; dabei waren einige Erfindungen und Patente für Arbeitsgeräte und -methoden hilfreich. - 1951 Rückkehr nach Deutschland. Gutachter und Berater v. Wirtschaftsverbänden. Vorschläge zu gesetzgeberischen Bemühungen. Seit 1952 Lehrauftrag an der Rechts- und staatswissenschaftl. Fakultät der Universität Bonn, Honorarprofessor, Erneuerer der Bonner bergrechtl. Tradition. - *Heirat: 1918 mit Isabella Trimborn. - ---[Daten übernommen aus: Heinz-Günther Böse, in: Monz, Heinz / 1929-2012 (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]