| Varianter Name | Gruner, Justus Karl ¬von¬ | Gruner, Justus Carl ¬von¬ | Gruner, Justus ¬von¬ |
| Geburtsdatum | 28.02.1777 |
| Geburtsort | Osnabrück |
| Sterbedatum | 08.02.1820 |
| Sterbeort | Wiesbaden |
| Wirkungsort | Koblenz, Kreisfreie Stadt | Trier, Kreisfreie Stadt |
| Beruf oder Beschäftigung | Politiker | Diplomat | Jurist |
| GND-Sachgruppe | Personen zu... | Politiker und historische Persönlichkeiten | Recht |
| Werke in Auswahl | Über das Princip, die Gränzen und den Umfang der Policei, 1808 | Verordnung wegen der Vorgehungen und Strafen bei dem Landsturm, 1814 | Versuch über die recht- und zweckmäßigste Einrichtung öffentlicher Sicherungsinstitute deren jetzigen Mängel und Verbesserungen, 1802 |
| Quellen | Allgemeine Deutsche Biographie, 55 Bde., Berlin 1875 ff, X, 42-48 | Gottfried Kentenich: Geschichte der Stadt Trier von ihrer Gründung bis zur Gegenwart, Trier 1915, 689 f. | Friedrich Schmitt: Die provisorische Verwaltung des Gebietes zwischen Rhein, Mosel und französischer Grenze durch Österreich und Bayern in den Jahren 1814-1816, Meisenheim 1962, | Emil Zenz: Geschichte der Stadt Trier, 3 Bde., Trier 1967-1973, Band 1, 61 | Paul Wentzcke: Justus G., Heidelberg 1913 (insbes. 28-30). |
| GND-Nummer | 118719092 |
| Siehe auch | TRIPOTA - Trierer Porträtdatenbank | Digitaler Portraitindex - Alle Personen | Biographien der NDB | Biographien der ADB | |
| Literatur | Literatur von Justus von Gruner in der RPB | Literatur über Justus von Gruner in der RPB |
Politiker. - Gymnasium in Osnabrück, anschließend Studium der Rechtswissenschaften und Nationalökonomie in Halle und Göttingen. Seit 1802 tätig in der preuss. Zentralverwaltung wurde G 1809 Polizeipräsident in Berlin und 1811 Leiter der polit. Polizei. Er schloß sich dem Freiherr v. Stein und dessen Reformideen an. Nach der Niederlage Napoleons fand G Verwendung in den v. Preußen besetzten Gebieten im Westen. Zunächst Generalgouverneur im Großherzogtum Berg wurde er 1814 zum Generalgouvernementskommisar des Generalgouvernements Mittelrhein in Trier ernannt, wo er am 2.02.1814 dieses Generalgouvernement proklamierte, das mehrere Departements umfaßte. Als er für die einzelnen Departements Kommissare ernannte, erhielt Friedrich Athenstädt diese Aufgabe im Saardepartement. Am 7.02.1814 genehmigte G die Neueinrichtung der Trierer Zivilverwaltung. Nach dem Ersten Pariser Frieden (30.03.1814) wurde der Sitz des Generalgouvernements nach Mainz verlegt. Nach der Neuorganisation der besetzten Gebiete legte G am 16.06.1814 sein Amt nieder und kehrte als Generalgouverneur in das Großherzogtum Berg zurück - 1816-1818 war er preuss. Gesandter bei der Eidgenossenschaft in Bern. - ---[Daten übernommen aus: Heinz Monz, in: Monz, Heinz / 1929-2012 (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]