| Varianter Name | Dalberg, Carl Anton Theodor Maria ¬von¬ | Dalberg, Karl Theodor Anton Maria ¬von¬ | Karl Theodor / Mainz, Erzbischof | Dalberg, Karl Theodor ¬von¬ | Carl [Pseud.] | |
| Geburtsdatum | 08.02.1744 |
| Geburtsort | Mannheim |
| Sterbedatum | 10.02.1817 |
| Sterbeort | Regensburg |
| Wirkungsort | Konstanz | Worms, Kreisfreie Stadt | Mainz, Kreisfreie Stadt | Regensburg | Aschaffenburg | |
| Beruf oder Beschäftigung | Kurfürst | Erzbischof | Schriftsteller | Philosoph |
| GND-Sachgruppe | Personen zu... | Politiker und historische Persönlichkeiten | Philosophie | Schreiben. Dichtung |
| In Beziehung stehende Person | Dalberg, Wolfgang Heribert von |
| Quellen | Oeffentlicher Anzeiger / Kreis Bad Kreuznach (West). - (2007), 139 vom 19.06., S. 21 | http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Theodor_von_Dalberg |
| GND-Nummer | 118720961 |
| Siehe auch | TRIPOTA - Trierer Porträtdatenbank | GND identifiers in the project regionalgeschichte.net (biographies) | Digitaler Portraitindex - Alle Personen | Hessische Biografie | Biographien der NDB | |
| Literatur | Literatur von Erzbischof Karl Theodor / Mainz in der RPB | Literatur über Erzbischof Karl Theodor / Mainz in der RPB |
Älterer Bruder von Wolfgang Heribert von Dalberg, dem Intendanten des Mannheimer Nationaltheaters; Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg; beschäftigte sich nebenbei mit lateinischen Klassikern, der Philosophie, der Theologie, der Natur und den schönen Künsten; Reisen durch Italien, Paris und die Niederlande; 1762 trat er in kurmainzische Dienste; 1754 Domizellar in Mainz; 1779 Domherr in Würzburg; 1786 Domherr in Mainz; weitere Domkanonikate besaß er in Worms und Konstanz; 1780 Rektor der Universität Würzburg; 1771 mainzischer Statthalter in Erfurt; 1780 Propst von Wechterswinkel; 1797 Dompropst in Würzburg; Mitglied des Illuminatenordens als "Baco di Verulam" und Präfekt der Illuminaten in Erfurt; 1781 Meister vom Stuhl der Loge "Johannes zur brüderlichen Liebe" in Worms; 1786 Mitbegründer der Loge "Karl zu den drei Rädern" in Erfurt; 1787 Koadjutor der Bischöfe von Mainz und Worms; 1788 Koadjutor des Bischofs von Konstanz; 1788 Priesterweihe; Titularerzbischof von Tarsus in Kilikien; Bischofsweihe in Bamberg; 1800 Fürstbischof von Konstanz; ab 1802 letzter regierender Kurfürst-Erzbischof von Mainz und Bischof von Worms; 1803 Erzbischof von Regensburg nach Verlegung des Bischofssitzes von Mainz; Fürstprimas des Rheinbundes; 1811 Teilnahme am Pariser Nationalkonzil; 1814 verlor er seine weltliche Herrschaft und zog sich nach Regensburg zurück.
Letzter Kurfürst-Erzbischof von Mainz vom 4. 7. 1802 bis 25. 2. 1803. Er war Domherr in Mainz und Worms und von 1772-1802 Statthalter in Erfurt. 1788 empfing er Priester- und Bischofs-Weihe; von 1800-17 war er Bischof in Konstanz. Am 5. 6. 1787 wurde er Koadjutor von Kurfürst-Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthal und trat nach dessen Resignation am 4. 7. 1802 die Nachfolge als Kurfürst-Erzbischof von Mainz und als Bischof von Worms an; mit dem Reichsdeputationshauptschluss vom 25. 2. 1803 endete seine Funktion für Mainz. Er war nunmehr Kurfürst-Erzbischof von Regensburg; vom 12. 7. 1806 bis 15. 2. 1810 war er Fürstprimas und Präsident des neu gegründeten Rheinbundes; ab 16. 2. 1810 war er Großherzog von Frankfurt am Main Am 28. 10. 1813 dankte er ab und lebte bis zu seinem Tode zurückgezogen als Ortsbf. in Regensburg. (1802) Klosteraufhebung (2.); Ernennung und Inthronisation von Bischof Joseph Ludwig Colmar; (1803) Ende von Erzbistum Mainz (s. auch Dalbergstraße). Grab: Regensburg. ---[Text übernommen aus: Huber, Wilhelm: Das Mainz-Lexikon. - Mainz : Schmidt, 2002. - ISBN 3-87439-600-2]