Stumm, Karl Ferdinand / 1836-1901

Varianter NameStumm, Carl Ferdinand / 1836-1901 | Stumm-Halberg, Karl Ferdinand Freiherr ¬von¬ | Stumm Halberg, Karl Ferdinand ¬von¬ / 1836-1901 | Halberg, Karl Ferdinand von Stumm- / 1836-1901 | Stumm-Halberg, Karl Ferdinand ¬von¬ / 1836-1901 |
Geburtsdatum1836
GeburtsortSaarbrücken
Sterbedatum08.03.1901
SterbeortSaarbrücken
Beruf oder BeschäftigungUnternehmer 
GND-Sachgruppe | Personen zu...Industrie. Handwerk 
QuellenZimmermann, Erik: Carl Ferdinand von Stumm (1836-1901) - Protestant, Unternehmer, Antisozialist, in: Landkreis Birkenfeld: Heimatkalender 64.2019, S. 108-111
GND-Nummer118799274
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LiteraturLiteratur über Karl Ferdinand Stumm in der RPB

Datum der letzten inhaltlichen Bearbeitung: 05.11.2019

Darstellung von Stumm, Karl Ferdinand

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Biogramm

Abkömmling der aus Sulzbach stammenden Stumm-"Dynastie" aus Orgelbauern und Eisenhüttenunternehmern; 1848 Suizid seines Vaters; als ältester Sohn mußte er die Nachfolge antreten; Lehre im Eisenhüttenwerk; Studium der Eisenhüttenkunde, daneben Jura; 1858 Eintritt in das Werk, seit 1871 alleiniger Leiter; 1860 Heirat mit seiner Großcousine Ida, geb. Böcking, die dem Hunsrücker Zweig der Dynastie angehörte; 5 Kinder, von denen 4 erwachsen wurden; 1867 Abgeordneter beim Norddeutschen Bund und im Preussischen Landtag; 1871-1881 und 1889-1901 Reichtagsabgeordneter; 1888 Erhebung zum Freiherrn; 1895-1898 einer der wichtigsten Berater Wilhelms II.; gegen Ende des 19. Jahrhunderts einer der reichsten und mächtigsten Männer Deutschlands; seine Werke produzierten fast ein Drittel des deutschen Stahls; Gegner der Sozialdemokratie und der Gewerkschaften; vertrat die Ansicht, daß die Klassengegensätze am besten durch Fürsorge und das persönliche Zusammengehörigkeitsgefühl von Arbeitern und Arbeitgebern zu überwinden seien (eine Art "Sozialpatriarchat"); schuf großzügige Wohlfahrtseinrichtungen, gewährte Krankenversorgung, Renten, Werkswohnungen u.a.; verlangte im Gegenzug von seinen Arbeitern auch außerhalb der Arbeit "Sitte und Anstand"; so behielt er sich vor, zu entscheiden, wann ein Arbeiter heiraten durfte;