| Varianter Name | Ploennies, Erich ¬von¬ / 1672-1751 | Ploennies, Erich Philipp ¬von¬ / 1672-1751 | Ploennies, Ericus Philippus / 1672-1751 | Ploenies, Philippus Ericus / 1672-1751 | Ploenies, Ericus Philippus / 1672-1751 | |
| Geburtsdatum | 01.03.1672 |
| Geburtsort | Speyer, Kreisfreie Stadt |
| Sterbedatum | 28.12.1751 |
| Sterbeort | Siegen |
| Wirkungsort | Darmstadt | Wesel | Siegen |
| Beruf oder Beschäftigung | Architekt | Mathematiker |
| GND-Sachgruppe | Personen zu... | Architektur. Bautechnik | Mathematik |
| In Beziehung stehende Person | Weigel, Erhard / 1625-1699 | Ernst Ludwig / Hessen-Darmstadt, Landgraf / 1667-1739 | Johann Wilhelm, Pfalz, Kurfürst | Friedrich Wilhelm Adolf / Nassau-Siegen, Fürst / 1680-1722 |
| Werke | Topographia Ducatus Montani, 1715 |
| Quellen | Dietz, Burkhard: Erich Philipp Ploennies (1672-1751) : Leben und Werk eines mathematischen Praktikers der Frühaufklärung, Neustadt/Aisch 1996 | Blanchebarbe, Ursula: Erich Philipp Ploennies : (1672-1751) und seine Zeit, in: Siegener Beiträge 13-14.2008-09, S. 80-98 | https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Philipp_Ploennies (Stand: 17.05.2019) |
| GND-Nummer | 119153807 |
| Siehe auch | Hessische Biografie | Biographien der NDB | Wikimedia Commons | |
| Literatur | Literatur von Erich Philipp Ploennies in der RPB | Literatur über Erich Philipp Ploennies in der RPB |
Sohn eines wohlhabenden Reichsritters und Rechtsanwalts; zunächst Hausunterricht beim Vater, danach Besuch des Gymnasiums; 1686 Tod des Vaters; begann ab ca. 1688 ein mathematisch-naturwissenschaftliches Studium an verschiedenen Universitäten und "Ritterakademien"; 1689 Flucht aus Speyer vor der französischen Armee; 1690 Studium in Leipzig bei Erhard Weigel, wo er neben Mathematik auch in Vermessungswesen, Kartographie und technischem Zeichnen unterrichtet wurde; 1693 Wechsel an die neugegründete Universität Halle; 1695 erhielt er eine Stelle als Baudirektor beim Landgrafen Ernst-Ludwig von Darmstadt, die er aber erst nach einer Bildungsreise zu berühmten Bauwerken Europas 1698 ("Kavaliersreise") antrat; wichtigster Auftrag war die Erweiterung Darmstadts zu einer Wirtschaftsmetropole, er war aber tatsächlich der Quasi-"Wissenschaftsminister" des Fürsten; 1701 Professor für Mathematik an der Universität Gießen; 1705 mußte er, vermutlich wegen des Vorwurfs der Kurpfuscherei, aus dem Fürstentum fliehen; 1706 ließ er sich in Wesel am Niederrhein nieder und verpflichtete sich dem Kurfürsten der Pfalz, Jan Wellem, als Landvermesser; 1707 Heirat mit Anna Magdalena, geb. Ernst, 6 Kinder; 1715 Erscheinen der Ergebnisse seiner Bestandsaufnahme des Herzogtums als Druckwerk "Topographia Ducatus Montani"; 1717 Umzug nach Siegen und Stellung als "Geograph und Baudirektor" beim Fürsten Friedrich Wilhelm Adolf von Nassau-Siegen, dessen Territorium er kartographieren und inventarisieren sollte; ab 1722 v.a. als Baudirektor tätig; seit 1733 geadelt; wandte sich ab ca. 1740 dem Quäkertum zu;