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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Karl Lautenschläger wächst mit 10 Geschwistern auf. Mit 20 Jahren tritt er der SPD bei. Am 4. Dezember 1920 heiratet er Babette Klett. Das Paar hat fünf Kinder. Ab 1930 ist er Kassierer des Ortsvereins des Gesamtverbandes der Arbeitnehmer der öffentlichen Betriebe und des Personen- und Warenverkehrs. Wahrscheinlich wechselt er noch vor 1933 zur KPD über. Als aktiver Sozialdemokrat und Gewerkschafter haben die Nationalsozialisten ein Auge auf ihn. Am 24.04.1933 wird er von knapp 20 SA- und SS-Männern bis zur Bewusstlosigkeit versprügelt. Eine Strafanzeige gegen Paul Magin, den Haupttäter, wird nicht verfolgt. Erst im August 1950 wird dieser nach erneuter Anklage wegen der Mißhandlungen verurteilt. Bei der Gleichschaltung der Gewerkschaften rettet Lautenschläger wichtige Unterlagen. Deshalb wird ihm ein Prozess wegen Unterschlagung gemacht, der aber zu einem Freispruch führte. Dennoch wird Lautenschläger verhaftet und wird im KZ Osthofen für vier Wochen inhaftiert. Durch die Auflösung der Gewerkschaften verliert er seine Arbeit als Kassierer. Bis Oktober 1938 ist er arbeitslos. Die Nazis laden ihn immer wieder vor, er hat eine strenge Meldepflicht und es gibt Hausdurchsuchungen. Ihm kann aber nichts Illegales nachgewiesen werden. Die ganze Familie ist als antifaschistisch verschrien, so dass seine Kinder keine Lehrstellen finden. 1938 wird er für den Bau der Reichsautobahn in Limburg an der Lahn dienstverpflichtet. Da er unter starken und andauernden Kopfschmerzen leidet, kann er diese Arbeit nur kurz ausführen. 1939 wird er zum Militär eingezogen. Als Kraftfahrer kommt er 1944 mit seiner Einheit nach Jugoslawien. Nach Kriegsende ist er dort bis 1946 in Gefangenschaft. Zurück in Worms, engagiert er sich beim Wiederaufbau der Gewerkschaften und sorgt unter anderem dafür, dass die Straßenbahn wieder eingesetzt werden kann. Er wird hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär der Wormser Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr. Parteipolitisch arbeitet er nicht mehr. Er wird zunächst als Opfer des Faschismus anerkannt, was später aber zurückgenommen wird." ],
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    "source" : [ "Arenz-Morch, Angelika u.a. (Hrsg.): Gewerkschafter im Konzentrationslager Osthofen 1933/34, Berlin 2019, Seite 347-350" ]
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