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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Elise (eigentlich Elisabetha) Hertel, wurde am 11. April 1891 mit dem Geburtsnamen Dietrich in Kaiserslautern geboren. Seit 1910 oder 1911, wie die Quellen widersprüchlich angeben, war Elise mit August Hertel, einem Straßenbahnschaffner, verheiratet und wurde meist als Frau Hertel, in einem Formular sogar als Frau Hertel-Dietrich aufgeführt. Die Familie lebte in der Weidenstraße 1 in Kaiserslautern. Sie arbeitete 1918 bei der dortigen Stadtverwaltung zunächst in der Milchabgabestelle, dann als Fürsorgerin. Als Kassiererin, wie sie bei den Wahlen in den entsprechenden Listen auftaucht, ist sie in der weiteren Überlieferung nicht zu finden. Sie war 1920-1924 und dann als Nachrückerin offenbar auch in der Periode 1925-1929 Stadträtin Kaiserslauterns und für die USPD, später für die SPD im Stadtrat. Hertel war 1920 in der Hospitalkommission und auch im Schulausschuss. 1931 wollte die DNVP Frauen aus sog. Doppelverdienerhaushalten aus dem Beruf entlassen, um Männern neue Arbeitsplätze anzubieten. Hertel wurde dabei konkret als \"Fall\" im Stadtrat angesprochen, konnte der Entlassung jedoch entgehen, da ihr Ehemann zuvor aus seiner Stelle entlassen worden war und sie die sechsköpfige Familie alleine ernähren musste. 1934 wurde Hertel aber doch aus dem Anstellungsverhältnis der Stadt Kaiserslautern entlassen, nun jedoch, weil sie SPD-Mitglied war. Es findet sich das Denunziationsschreiben einer Frau aus Kaiserslautern, in dem diese alle ihr bekannten SPD-Mitglieder, die bei der Stadtverwaltung Kaiserslautern arbeiteten, nennt. Hertel trat 1946 sofort wieder in die SPD ein. Sie stellte einen Antrag auf Entschädigung als NS-Verfolgte und konnte problemlos beweisen, dass sie keinerlei Beziehung zum politischen System des Nationalsozialismus hatte. Jedoch sagte man ihr 1947, dass sie keinerlei besondere Zuwendungen zu erwarten habe, da sie weder im Gefängnis noch im Konzentrationslager inhaftiert war. Am 22. November 1951 wurde Hertel einstimmig vom Stadtrat eine finanzielle [Entschädigung] als anerkanntes NS-Opfer zugesprochen. Am 3. Januar 1982 starb Hertel in Grünstadt. Die Beisetzung fand auf ihren Wunsch hin im engsten Familienkreis statt. ---[Text von Julia Weinberg, veröffentlicht in der Schülerzeitung des Hohenstaufen-Gymnasiums Kaiserslautern, StauferKurier Ausgabe 2018/2019, S. 13]" ],
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    "dateModified" : "2019-11-08",
    "source" : [ "Stadtarchiv Kaiserslautern. Bestände: Akten zu den Stadtratswahlen, Personalakte, Akten zu den Wiedergutmachungen, Melderegister, Stadtratsprotokolle", "Gemeindearchiv Grünstadt: Melderegister" ]
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  "preferredName" : "Hertel, Elise",
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  "variantName" : [ "Hertel, Elisabetha / 1891-1982", "Hertel-Dietrich, Elise / 1891-1982", "Dietrich, Elise / 1891-1982 ¬[Geburtsname]¬" ]
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