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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Kathol. Pfarrer. - Priesterweihe 1912 in Trier. Bereits als Kaplan setzte K sich besonders für den konfessionellen Schulunterricht ein, weshalb er ernste Konflikte mit preuss. Verwaltungsorganen bekam. 1914 wurde K Pfarrer in Lauschied (Hunsrück) und 1927 in Stadtkyll (Eifel). Er warb aktiv in der Bewegung zur Trinkerrettung und engagierte sich in der Zentrumspartei. Seine offenen Worte brachten ihn 1932 in Konflikt mit Anhängern des Stahlhelm und der NSDAP. Am 6.05.1933 wandte er sich in Kanzel-ansprachen vehement gegen Plünderungen und Aufrufe zum Boykott jüdischer Geschäfte. Er wurde v. NS-Parteianhängern bespitzelt und denunziert. Als ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, setzte er sich nach Rücksprache beim Bischöflich Generalvikariat nach Belgien ab. Dort wurde er im August 1933 Pfarrer in Ligneuville bei Malmédy. Am 2.09.1933 Haftbefehl. K kämpfte auch in Belgien in Veröffentlichungen und Vorträgen gegen das NS-Regime und die v. dem späteren Kommandeur der Wallonischen SS-Legion gegründete Rexisten-Bewegung. Mitglied dieser Bewegung bespitzelten ihn und teilten seine Äußerungen der Gestapo mit. Als er auf die drohende Kriegsgefahr hinwies, schickte man mehrmals deutsche Funktionäre zu ihm, um ihn zum Stillschweigen zu bewegen. Beim Einfall der deutschen Truppen 1940 floh K erneut und gelangte schließl im unbesetzten Teil Frankreichs nach Clermont-Ferrand. Bei Besetzung auch dieses Gebietes wurde er v. Kollaborateuren verraten und am 24.06.1943 mit Bischof Gabriel Piquet und weiteren 24 geflüchteten Geistlichen und Ordensleuten v. der Gestapo verhaftet und zum Verhör nach Paris gebracht. Er kam ins Gefängnis nach Aachen. Da er nicht bereit war, gegen die Mitgefangenen auszusagen, wurde er in \"harten Verhören\" so mit Fußtritten und Faustschlägen traktiert, daß er das Gehör verlor und einen Hodenbruch erlitt. Nachdem bei einem Bombenangriff die Ermittlungsakten verbrannt waren, wurde K am 27.05.1944 in das Konzentrationslager Dachau als Häftling Nr.69815 in Block 26/3, den sogenannte Priesterblock, eingeliefert. Nur die Unterstützung mit Lebensmitteln durch seine Familie und Freunde retteten ihm das Leben. In zahlreichen Kassibern schilderte er die schreckl Lagersituation, wo 1945 tägl. 40-50 Gefangene an Entkräftung und Hungertyphus starben\n\nNach der Befreiung am 29.04.1945 kehrte er als gebrochener Mensch am 1.06.1945 in seine Pfarrei Ligneuville zurück. Wegen seiner Pflegebedürftigkeit stellte er mehrere Anträge, um wieder eine Pfarrstelle in der Diözese Trier in der Nähe seiner Verwandten zu erhalten. Am 22.06.1950 endl. übertrug man ihm die Pfarrei Bergweiler bei Wittlich. Die erlittenen Gesundheitsschäden und zwei Schlaganfälle zwangen ihn 1954 zum Eintritt in den Ruhestand. Trotzdem wirkte er noch kurze Zeit als Hausgeistlicher im kleinen Kloster und Altenheim Bad Salzig. Zuletzt zog er zu seiner Schwester nach Wallhausen. Die Gemeinde Wallhausen errichtete ihrem mutigen \"Priester zwischen den Fronten\" 1996 in einem alten Heiligenhäuschen eine Gedächtnisstätte. - ---[Daten übernommen aus: Hans Jörg, in: Monz, Heinz / 1929-2012 (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]" ],
  "publication" : [ "Brief v. K an seine Schwester v. 13.02.1945, in dem die Zustände im Konzentrationslager Dachau beschrieben sind und der heiml aus dem Konzentrationslager herausgebracht wurde (in Privatbesitz)" ],
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    "dateModified" : "2006-07-11",
    "source" : [ "Hans Jörg: Josef K (1889-1955). Priester zwischen den Fronten, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte, 1975 ff, 22 (1996) 233-248", "Landeshauptarchiv Koblenz Best.442 Nr.8547", "Maurus Münch: Unter 2579 Priestern in Dachau, Trier 1970, 86-89", "Personalakten im Bistumsarchiv Trier, Abtlg85 Nr.893.", "*Abbildungen: Porträtfoto in Personalakten Band 3" ]
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