Süsterhenn, Adolf / 1905-1974

Geburtsdatum31.05.1905
GeburtsortKöln
Sterbedatum24.11.1974
SterbeortKoblenz, Kreisfreie Stadt 
WirkungsortKöln | Unkel, Stadt  | Koblenz, Kreisfreie Stadt  | Speyer, Kreisfreie Stadt  | Bonn |
Beruf oder BeschäftigungAbgeordneter  | Jurist  | Minister 
GND-Sachgruppe | Personen zu...Politiker und historische Persönlichkeiten  | Recht 
In Beziehung stehende PersonBiesten, Anton Ernst  | Peerenboom, Else  | Wuermeling, Franz-Josef 
WerkeVeröffentlichungen/Nachlass: Das polnische Konkordat vom 10. Februar 1925, Diss., Köln 1928 | zus. mit Hans Schäfer: Kommentar der Verfassung für Rheinland-Pfalz mit Berücksichtigung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland, Koblenz 1950 | ¬Der¬ supranationale Schutz der Menschenrechte in Europa, Frankfurt am Main 1962 | Unternehmensfreiheit und Missbrauchsaufsicht, Berlin 1965 | weitere Veröffentlichungen in den Bereichen Recht, Politik und Theologie Nachlass im Landeshauptarchiv Koblenz und im Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin
QuellenHexemer, Hans-Peter (Red.): 60 Jahre Parlament in Rheinland-Pfalz, Mainz 2007, S. 108 | Heyen, Franz-Josef: Süsterhenn, Adolf, in: Becker, Winfried et al. (Hrsg.): Lexikon der Christlichen Demokratie in Deutschland, Paderborn 2002, S. 382 - 383 | Pieroth, Stephan: Parteien und Presse in Rheinland-Pfalz 1945 - 1971. Ein Beitrag zur Mediengeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Mainzer SPD-Zeitung "Die Freiheit", Mainz 1994, S. 876 f. | Pommerin, Reiner: Die Mitglieder des Parlamentarischen Rates. Porträtskizzen des britischen Verbindungsoffiziers Chaput de Saintonge, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 36, 1988, S. 557 - 588, S. 585 | Schumacher, Martin (Hrsg.): MdB. Volksvertretung im Wiederaufbau 1946 - 1961. Bundestagskandidaten und Mitglieder der westzonalen Vorparlamente. Eine biographische Dokumentation, Düsseldorf 2000, S. 421 f. |
GND-Nummer121181758
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Datum der letzten inhaltlichen Bearbeitung: 01.12.2015

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Biogramm

Mitglied des Rheinland-Pfälzischen Landtags. - Partei: Christlich-Demokrat. Partei / CDU; Mitglied der Beratenden Landesversammlung. - Mandate: Mandat 1. Wahlperiode: Regierungsbezirk Koblenz. - Konfession: Katholisch. - Ausbildung, beruflicher und persönlicher Werdegang: Volksschule, 1923 Abitur an einem humanistischen Gymnasium in Köln, 1923-1926 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Freiburg und Köln, 1927 Referendar, 1927 Erste und 1931 Zweite Juristische Staatsprüfung, 1928 Promotion zum Dr. jur., 1931 Assessor, 1931-1932 Richter in Trier und Köln, 1932-1946 selbstständiger Rechtsanwalt in Köln und Unkel, nach 1933 Verteidiger in Strafverfahren gegen NS-Gegner, 1951 Honorarprofessor für Staatslehre und Politik an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer, 1951-1961 Präsident des Oberverwaltungsgerichts Koblenz und des Verfassungsgerichtshofs. - Politische und gesellschaftliche Funktionen: vor 1933 Mitglied des Zentrums; vor 1933 Mitglied des Stadtrats Köln; 1945 / 46 Mitbegründer der Christlich-Demokrat. Partei (später CDU) in Rheinland / Hessen-Nassau; 1946 für die Christlich-Demokrat. Partei in den Kreistag Neuwied gewählt; 1946 Vorsitzender des Unterausschusses für Verfassungsfragen der Gemischten Kommission; 1947-1948 Vorsitzender des Presse- und Propagandaausschusses der CDU Rheinland-Pfalz; 1947-1965 Mitglied des CDU-Landesvorstands Rheinland-Pfalz; 03.12.1946-13.06.1951 Minister der Justiz; 13.06.1947-14.12.1949 Minister für Erziehung und Kultus 14.12.1949-13.06.1951 Minister für Unterricht und Kultus; 1948 Vertreter des Landes Rheinland-Pfalz beim Verfassungskonvent in Herrenchiemsee; 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rats, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender; 1949 Vorsitzender des Innenausschusses im Bundesrat; 1954-1974 Mitglied der Europäischen Kommission für Menschenrechte in Straßburg; Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats; 1952-1955 stellvertretender Vorsitzender des Sachverständigenausschusses für die Neugliederung des Bundesgebiets (Lutherausschuss); 1960 Mitglied des CDU-Bundesvorstands; 1961-1969 Mitglied des Bundestags; 1961-1965 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats; Mitglied im Windthorst-Bund, 1926 Mitbegründer des Görres-Rings für junge Akademiker, 1950-1966 Gesellschafter des Verlags des "Rheinischen Merkur", 1951-1961 Gesellschafter der Rhenania Druck- und Vertriebs-GmbH, Vorsitzender des Bundes Deutscher Föderalisten, Mitglied in den Rundfunkräten des Südwestfunk und der Deutschen Welle. - Mitgliedschaft im Landtag, Gremientätigkeit: Mitglied der Beratenden Landesversammlung; Mitglied Verfassungsausschuss; 19.05.1947-17.05.1951 (1. Wahlperiode) Mitglied des Landtags. - Ehrungen: Silbermedaille der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (1961), Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband (1965), Päpstlicher St.Sylvester-Orden, Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät Trier (1973).- ---[Daten übernommen aus "Die Stellvertreter des freien Volkes. Die Abgeordneten der Beratenden Landesversammlung und des Landtags Rheinland-Pfalz von 1946 bis 2015", Mainz 2016 (Red.schluss 01.12.2015)]

Biogramm / alternativ

Abitur am Schiller-Gymnasium in Köln-Ehrenfeld; studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Freiburg und Köln; promovierte 1928 zum Dr. jur.; 1931-1932 Richter in Köln und Trier; 1933 bis zur Selbstauflösung der Zentrumspartei 1934 Mitglied im Kölner Stadtrat; verteidigte als Anwalt ehemalige Zentrumspolitiker und Ordensleute; kurz vor Kriegsende wurde er verhaftet, seine Wohnung ausgebombt und die Familie nach Unkel gebracht; 1945 Mitbegründer der CDU Rheinland/Hessen-Nassau; politische Aktivität im Koblenzer Raum; Vorsitzender der Vorbereitenden Verfassungskommission für das neue Land Rheinland-Pfalz; gilt als geistiger Vater der rheinland-pfälzischen Landesverfassung, der in diesem Rahmen Kontakte zu Franz-Joseph Wuermeling, Else Peerenboom-Missong und Ernst Biesten pflegte; rheinland-pfälzischer Justizminister von 1946 bis 1951; saß als Vertreter seines Bundeslandes im Verfassungskonvent in Herrenchiemsee (1948) als auch im Parlamentarischen Rat (1948/49) und war somit auch an der Entstehung des Grundgesetzes beteiligt; von 1951 bis 1961 Präsident des Oberverwaltungsgerichts und des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz; arbeitete gleichzeitig als Honorarprofessor für Staatslehre an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer; 1954-1974 Mitglied der Europäischen Kommission für Menschenrechte; 1961-1969 für die CDU Mitglied des Bundestags; 1973 Ehrendoktortitel der Theologischen Fakultät Trier; beigesetzt in Koblenz-Horchheim, wo er über Jahre gewohnt hatte