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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Priester und Künstler. - Nach Abschluß des Lyceums Theologiestudium im Priesterseminar in Bayeux, unterbrochen durch Militärdienst bis 1918, Wiederaufnahme des Studiums 1921, Priesterweihe 1924. Nach Vikarstellen in Vire und Trouville besorgte er 1930-1935 die kleine Pfarrei Olendon bei Falaise und betreute zeitweise die in der Nähe liegenden Orte Perrières und Epanay mit. D galt als volkstüml. und sozial engagiert, war immer künstlerisch tätig, zeichnete, malte, modellierte und spielte mit Jugendlichen Theater. Seine Reisen führten ihn nach England, Spanien, Kanada, USA, Kuba, Haiti und zwischen 1934 und 1936 mehrmals nach Deutschland. In München, Nürnberg und Köln registrierte er erschrocken die Zustimmung der Bevölkerung zur nationalsozialistischen Politik. - Zu Kriegsbeginn 1939 wurde er zur Armee nach Rouen eingezogen, 1940 wieder entlassen. D trat nun eine Stelle als Vikar in Villerville an. Er gehörte wahrscheinl zu den Kreisen der Résistance, bewegte sich im Umfeld des Engländers John Hopper, der Kontakte zur Résistance und zum englischen Geheimdienst unterhielt. D reiste viel in der Region um Caen herum, mietete ein Atelier in Paris und verschwand häufiger für längere Zeit. Am 31.08.1941 wurde er in Villerville verhaftet, nach Caen und in das Gefängnis Cherche-Midi in Paris gebracht; später wurde er in eine Abtlg des psychiatrischen Krankenhauses St. Anne überwiesen, die v. der deutschen Abwehr geführt wurde. Nach der Verlegung in das Gefängnis Fresnes bei Paris im Juni 1942 wurde D nach dem \"Nacht und Nebel-Verfahren\" nach Deutschland gebracht. Mit einem Gefangenentransport kam er am 10.10.1942 in das SS-Sonderlager/KZ Hinzert, wo er bis 22.03.1943 blieb\n\nGleich bei seiner Ankunft wurde er für etwa 2 Monate in Einzelhaft in den ungeheizten \"Bunker\" genommen. Kälte und Essensentzug begünstigten die schwere Tuberkulose, die er sich in der Haft zugezogen hatte. Heiml stellte er in kleinformatigen Bildern und Skulpturen die Bedingungen seiner Haft, seine Mithäftlinge und das SS-Personal dar. Sodann mußte er in den Gefängissen Trier (22.-25.03.1943), Wittlich (25.03.- 6.05.1943 und 10.07.- 8.09.1943) und Köln-Klingelpütz (6.05.- 10.07.1943) auf seinen Prozeß vor einem Sondergericht warten, das wegen Bombengefahr mehrmals den Tagungsort änderte. Ab dem 8.09.1943 war er wieder im Gefängnis in Trier. Am 29.11.1943 wurde er vom 2. Senat des Volksgerichtshofes in Trier verurteilt. Über das Urteil ist nichts näheres bekannt. Obwohl schwer krank, verblieb er weiter im Gefängnis Trier, wo er teilweise mit Billigung des Gefängnispersonals künstlerisch arbeiten konnte. Dort übergab er dem Gefangenenseelsorger Nikolaus Jonas seine durchweg sehr kleinformatigen Werke zur Aufbewahrung. Am 18.08.1944 wurde er in das Gefängnis München-Stadelheim (bis 5.04.1945) und dann in das Konzentrationslager Dachau überführt. In Dachau wurde er am Tag seiner Einlieferung ermordet. - Der Landkreis Trier-Saarburg veranstaltete im Jahre 2000 in Trier für D eine Gedächtnisausstellung \"Jean D. Eine Passion\", in der mehr als sechzig der Kunstwerke D's vorgestellt wurden\n\nSekundärliteratur: Christian Dorrière: Cinq ans d'enfer et cinquante de purgatoire. Jean Daligault. Une page de la Résistance à Caen 1940-1945, Blainville-sur-Orne o.J. - Denise J. Lorach: Jean D. Peintures et Sculptures. Musée de la Résistance et de la Déportation de Besançon, Paris 1996 - Michèle Périssère/Claude Quétel: Mémoire de Déportation. îuvres de Jean Daligault, Caen 1995 - Nikolaus Jonas: Erinnerungen eines Gefangenenseelsorgers an die Jahre 1940-1944; in: Jahrbuch fⁿr westdeutsche Landesgeschichte, 1975 ff, 15 (1989) 245-254 - Josef de la Martinière: Nuit et Brouillard à Hinzert, Tours o.J. - Eva-Maria Reuther: Spuren in das Reich des Todes; in: Trierischer Volksfreund, Nr.179 v. 4.08.2000, 25 - Barbara Weiter-Matysiak: Jean Daligault, ein Priester und Künstler im Konzentrationslager Hinzert; in: Jahrbuch des Landkreises Trier-Saarburg, 1998, 166-172. - *Abbildungen: Porträt bei Weiter-Matysiak 166 ---[Daten übernommen aus: Barbara Weiter-Matysiak, in: Monz, Heinz / 1929-2012 (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]" ],
  "publication" : [ "D's künstlerische Werke werden im Musée de la Résistance et de la Déportation in Besançon bzw. im Musée Mémorial in Caen aufbewahrt (teilweise abgebildet bei Weiter-Matysiak, s. SekundΣrliteratur" ],
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