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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Volksschule; kaufmännische Lehre als Drogist; nach der Lehre 1943 Kriegsfreiwilliger; 1945 amerikanische Kriegsgefangenschaft, 1946 Entlassung; seit 1948 Agent bei ostdeutschen Geheimdiensten, ab 1950 des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR; Mitgründer der Freien Deutschen Jugend im Rheinland, bis 1949 Vorstand; Beamter beim Verfassungsschutz Rheinland-Pfalz; 1949 Eintritt in die Junge Union, 1953 Heirat mit Gisela, geb. Ulbrich; 1956 Kreisvorsitzender im Oberwesterwald; im Auftrag des MfS enge Bekanntschaft mit Helmut Kohl; 1951 Landesvorsitzender des Bundes Europäischer Jugend (BEJ); seit 1958 machten Gerüchte über \"Geld- und Sexgier\" die Runde; 1960 Direktor des \"Europahauses Marienberg\"; Ende der 50er Jahre Gründer und Vorsitzender des Ortsvereins der CDU Bad Marienberg; seit 1964 Geschäftsführer des Pontes-Verlages in Andernach, den er 1973 übernahm; 1967 kam es wegen des Verdachts der Untreue zuungunsten des Europahauses zu Hausdurchsuchungen; 1968 Rücktritt, Umzug nach Koblenz; ab 1968 Lobbyist mit einem Büro für Wirtschaftsmanagement und -beratung (namens \"Adolf Kanter sen.\") in Bonn, das bis heute existiert; gab einen Informationsdienst heraus, der mit Informationen der Stasi unterfüttert wurde; 1970 Umzug nach Urbar; 1972 wurde die Anklage wegen Untreue fallengelassen, mutmaßlich durch Einflüsse des Flick-Konzerns auf die Kohl-Regierung; durch die erhöhte Aufmerksamkeit sank vorübergehend sein Wert für die Stasi, die ihn in der unmittelbaren Umgebung Kohls installieren wollte; 1974 Prokurist im Flick-Konzern, dessen Manager Eberhard von Brauchitsch er 1953 im BEJ kennengelernt hatte; verantwortlich für die Parteispendenzahlungen des Konzerns, die 1981 zur \"Flick-Affäre\" führten; 1981 deswegen vorübergehende Festnahme; betätigte sich i.d.F. weiter als Lobbyist und nutzte seine Kontakte ins Bonner Kanzleramt zum damaligen Minister Jenninger; 1981-1992 Vizepräsident der \"Fondation du Mérite Européen\"; 1993 aufgrund von Informationen der CIA Enttarnung als Stasi-Agent \"Fichtel\"; 1994 Verhaftung und Geständnis, 1995 wegen Spionage Verurteilung zu 2 Jahren auf Bewährung; der rheinland-pfälzische Landtag setzte einen Untersuchungsausschuß ein; nach Informationen des Standesamtes der Verbandsgemeinde Vallendar starb er 2004, nach anderen Quellen 2010. - Der ehemalige DDR-Geheimdienstchef Markus Wolf bezeichnete ihn als \"kaum weniger wertvoll\" als Günter Guillaume; gilt als einer der \"Spitzenlieferanten\" der Stasi während der gesamten Existenz der DDR; in der Zeit von 1969 bis 1989 übermittelte er durchschnittlich 7 Meldungen pro Monat;" ],
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