Raiffeisen, Amalie / 1846-1897

Varianter NameRaiffeisen, Amalie Justine Caroline / 1846-1897
Geburtsdatum02.08.1846
GeburtsortWeyerbusch 
Sterbedatum11.01.1897
Sterbeort_4661513n1_
Beruf oder BeschäftigungHausfrau  | Unternehmerin  | Sozialreformerin 
GND-Sachgruppe | Personen zu...Politiker und historische Persönlichkeiten  | Handel. Dienstleistung  | Soziologie. Gesellschaft 
In Beziehung stehende PersonRaiffeisen, Friedrich Wilhelm 
QuellenKoch, Walter: Amalie Raiffeisen, Dachau 1995 | Zolk, Josef: Tochter war Raiffeisens unerlässliche Stütze, in: Rhein-Zeitung, Ausg. H, vom 12.01.2017, S. 13 | Zolk, Josef: Ein Leben im Dienst des Vaters, in: Rhein-Zeitung, Ausg. A, vom 11.01.2017 | https://de.wikipedia.org/wiki/Amalie_Raiffeisen (Stand: 19.05.2021)
GND-Nummer123420539
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Datum der letzten inhaltlichen Bearbeitung: 20.05.2021

Darstellung von Raiffeisen, Amalie

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Biogramm

Ältestes Kind des Politikers und Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen; Besuch der Volksschule Weyerbusch, dann der Höheren Töchterschule; ihr gläubiger Vater erzog sie zur Nächstenliebe, so mußten sie und ihre Geschwister sich je eine arme Familie der Gegend suchen, die sie mit Sachleistungen zu betreuen hatten; der Vater, hauptamtlich Bürgermeister von Weyerbusch, gründete zur Gehaltsaufbesserung einen Zigarren- und Weinhandel; 1863 Tod der Mutter; i.d.F. wurden Amalie der Haushalt, die Kindererziehung, Mitarbeit im Geschäft und die Sorge für ihren Vater übertragen; 1865 erfolgte dessen Pensionierung wegen eines Augenleidens; 1864 hatte er den ersten Darlehenskassenverein gegründet, die zugehörige Schrift, in der er seine Absichten darlegte, diktierte er vermutlich Amalie; 1868 heiratete ihr Vater erneut, möglicherweise, um Amalie zu entlasten; 1872 Verleihung des preussischen "Verdienstkreuzes für Frauen und Jungfrauen"; 1878 Heirat ihrer jüngsten Schwester, so daß sie mit ihrem Vater allein zurückblieb; 1880 gründete ihr Vater eine neue Firma, wegen der es zu einem Zerwürfnis mit seinen Kindern - außer Amalie - kam; mutmaßliche Heiratspläne mit Martin Faßbender, einem Angestellten ihres Vaters, wurden ihr verboten; in dieser Zeit äußerte sie in Briefen an ihren großen Freundeskreis den Wunsch nach einer eigenen Familie, war sich aber bewußt, daß ihr Vater dies nicht zulassen würde, da sie für ihn unentbehrlich war; außerdem klagte sie über die hohe Arbeitsbelastung und permanente Übermüdung; dennoch begehrte sie niemals auf und versah ihren "Dienst" bis zum Tod ihres Vaters 1888; sie blieb bis zu ihrem Tod Teilhaberin der Firma ihres Vaters und Mitglied der Genossenschaftsorganisation; der große Beitrag Amalies zum Werk ihres Vaters, der durch Verzicht auf eigenes Lebensglück möglich wurde, wird heute allgemein anerkannt