Koenig, Marie Pierre Joseph FranÇois / 1898-1970

Varianter NameKoenig, Marie Pierre Joseph François / 1898-1970
Geburtsdatum10.10.1898
GeburtsortCaen
Sterbedatum02.09.1970
SterbeortNeuilly-sur-Marne
WirkungsortTrier, Kreisfreie Stadt  | Mainz, Kreisfreie Stadt 
Beruf oder BeschäftigungGeneral 
GND-Sachgruppe | Personen zu...Militär 
QuellenChristophe Baginski, La Politique religieuse de la France en Allemagne occupée 1945-1949, Paris 1997 | Peter Brommer (Bearb): Quellen zur Geschichte v. Rheinland-Pfalz während der französ. Besatzung März 1945 bis August 1949, Mainz 1985 | Corine Defrance: L'influence française sur la rive gauche du Rhin, Strasbourg 1994 | Dictionnaire de biographie française, Band 18, Sp 1243 f. | Dictionnaire des maréchaux de France du Moyen Age à nos jours, Paris 1988, 237-238 |
GND-Nummer124440002
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Datum der letzten inhaltlichen Bearbeitung: 11.07.2006

Biogramm

Französischer General. - K war als 17jähriger in die Infanterie eingetreten und ging aus dem Ersten Weltkrieg als dreifach ausgezeichneter Offizier hervor. In der Zwischenkriegszeit war er in Schlesien, im Rheinland und in Afrika eingesetzt. 1940 befehligte er eine Halbbrigade der Fremdenlegion in Norwegen, nach dem Waffenstillstand schloß er sich Charles de Gaulle an. Er war in Dakar, Gabun, Kamerun und Syrien im Einsatz. 1941 wurde er zum General und Befehlshaber der gegen das deutsche Afrikakorps eingesetzten Ersten Französischen Brigade ernannt. 1943 Tunesienkampagne, 1944 Kommandant des bewaffneten Flügels der Résistance. 1944-1945 Militärgouverneur von Paris. 1945-1949 Oberbefehlshaber der französischen Besatzungstruppen in Deutschland. Später Heeresinspekteur und zweimal (1954 und 1955) Verteidigungsminister - 1984 wurde K posthum zum "Maréchal" erklärt. - K hatte in der Nachkriegszeit mittelbaren und unmittelbaren Einfluß auf verschiedene das Trierer Land berührende Entwicklungen: in der Standortfrage einer Universität votierte K für Mainz. In Fragen der Verwaltungsreform und des Aufbaus neuer politischer Strukturen griff er mit Verordnungen ein, so Aufstellung von Wählerlisten, Abhalten von Kommunalwahlen, Erweiterung der Kompetenzen der Landkreise. Im Januar 1948 amnestierte K durch Verordnung alle ehemaligen NSDAP-Mitglieder, die der Partei nach dem 1.05.1937 beigetreten waren. - *Heirat: 1931 mit Marie Jeanne Klein. - ---[Daten übernommen aus: Hans-Ulrich Seifert, in: Monz, Heinz / 1929-2012 (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]