| Varianter Name | Katzenelnbogen, Eberhard / I. / Graf von / 1243-1311 | Katzenelnbogen, Eberhard ¬von¬ / 1243-1311 | Eberhard / I. / Katzenelnbogen, Graf / 1243-1311 |
| Geburtsdatum | 1243 [?] |
| Sterbedatum | 23.08.1311 |
| Wirkungsort | Katzenelnbogen, Stadt | Braubach, Stadt | Wien | Pirmasens, Kreisfreie Stadt | Erfurt |
| Beruf oder Beschäftigung | Graf |
| GND-Sachgruppe | Personen zu... | Politiker und historische Persönlichkeiten |
| In Beziehung stehende Person | Rudolf I., Heiliges Römisches Reich, König | Adolf, Heiliges Römisches Reich, König | Albrecht / I. / Heiliges Römisches Reich, König / 1255-1308 |
| Quellen | https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_I._%28Katzenelnbogen%29 (Stand: 26.06.2020) | Mai, Alexander: Graf Eberhard I. von Katzenelnbogen, in: Rhein-Lahn-Kreis: Heimatjahrbuch 2020, S. 78-84 |
| GND-Nummer | 143210882 |
| Siehe auch | Hessische Biografie | Biographien der NDB | |
| Literatur | Literatur über Eberhard / von Katzenelnbogen in der RPB |
Herrscher der Grafschaft Katzenelnbogen (zusammen mit seinem Bruder Diether V.); 1260 Teilung der Grafschaft Katzenelnbogen in eine ältere und eine jüngere Linie, er ist Stammvater der jüngeren, deren Besitz überwiegend zur Obergrafschaft gehörte; 1268 Heirat mit Elisabeth von Eppstein, damit verbunden bedeutender Grundbesitz im Rhein-Main-Gebiet; seit 1275 Schiedsmann des Königs Rudolf von Habsburg; bis 1283 Berater bei zahlreichen Friedensverträgen im ganzen Reich; wurde 1279 als Vertreter des Königs mit Entscheidungsrecht benannt; lieh dem Reich zusammen ca. 12.000 Mark; erhielt 1283 als Belohnung den Bopparder Rheinzoll; erwarb für das Eintreiben der Steuern die Burg Braubach; besiegte im Auftrag des Königs 1285 Tile Kolup, den "falschen Kaiser", und ließ ihn in Wetzlar als Ketzer verbrennen; der König verlieh ihm weitere Güter, u.a. die Reichskirche in Halsenbach; 1289/90 beim Hoftag in Erfurt Mitwirkung an allen Beschlüssen; dort Tod seines Sohnes Philipp; 1291 anwesend beim Tod des Königs in Speyer; mußte ohne dessen Schutz mit dem Erzbischof von Mainz Kompromisse bzgl. vieler Besitztümer eingehen; 1292 wurde sein Neffe Graf Adolf von Nassau zum König des Heiligen Römischen Reiches gewählt, Eberhard wurde sein Berater; Landvogt in Oberschwaben; Beteiligung an internationalen Verträgen; bis zum Tod des Königs 1298 weitere Lehen und Schenkungen; wurde 1298 in der Schlacht bei Göllheim von seinem Erzfeind, dem Mainzer Erzbischof Gerhard besiegt; 1298 Wahl des Herzogs Albrecht von Österreich, Sohn des verstorbenen Königs Rudolf, zum deutschen König, wobei Eberhard wiederum die Position des Bevollmächtigten annahm; 1302 Unterwerfung des Mainzer Erzbischofs nach der Belagerung von Bensheim 1301; begraben in der Klosterkirche Eberbach