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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Sohn des praktischen Arztes Franz Bieling (1858-1928) und dessen Ehefrau Helene geb. Mäckler; Helenes Tante Angelika (1839-1910) war mit Richard Avenarius (1840-1917), dem Gründer der chemischen Fabrik Gebr. Avenarius in Gau-Algesheim, verheiratet; 1907 Abitur am Großherzoglichen Ostergymnasium (Kaiserstraße) Mainz; danach Studium der Medizin mit Promotion 1914 bei Paul Morawitz in Freiburg im Breisgau; Sanitätsdienst im ersten Weltkrieg; 1918 wissenschaftlicher Mitarbeiter, später Leiter der Serumabteilung der Behring-Werke Frankfurt/Main; 1923 Habilitation im Fach Hygiene; ab 1927 außerordentlicher Professor; 1937 als Privatdozent an der Universität Marburg, 1940 als außerordentlicher Professor; 1938 Arbeitseinsatz am Seratherapeutischen Institut Wien, nachdem das Institut von den Behring-Werken übernommen worden war und die jüdischen Abteilungsleiter sowie die jüdischen Mitglieder der Geschäftsführung entlassen worden waren; 1939 zur Wehrmacht eingezogen, während des Krieges als beratender Hygieniker im Range eines Oberstarztes der Reserve an der Ostfront; besuchte verschiedene Hygiene-Institute und andere medizinisch-wissenschaftliche Institute; bekam am Hygiene-Institut der Waffen-SS in Berlin Kenntnis von der Prüfung von Fleckfieber-Impfstoffen durch Dr. Erwin Ding-Schuler, der auch Leiter der Fleckfieberversuchsabteilung des Hygiene-Instituts der Waffen-SS im KZ Buchenwald war; 1942 Besuch von ukrainischen Serum-Instituten mit Prüfung ihrer Tauglichkeit für die Übernahme durch die Behring-Werke; Ende 1945 Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft; 1947/48 Zeuge der Verteidigung vor dem US-Militärgerichten im Nürnberger Ärzteprozess und 1948 im IG-Farben-Prozess; 1951 Professor der Hygiene an der Universität Wien; 1959 Emeritierung; ab 1962 Honorarprofessur in Bonn; Bieling forschte auf den Gebieten der Infektionskrankheiten, Immunitätslehre und Chemotherapie; 1958: Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland auf Vorschlag des Auswärtigen Amtes. ---[Text von Norbert Diehl (per Email am 21.09.2018)]" ],
  "publication" : [ "Experimentelle Untersuchungen über die Sauerstoffversorgung bei Anämien, diss. med., Freiburg 1911", "Entstehung und biologische Bekämpfung typischer Infektionskrankheiten. Vorlesungen auf Grund der Ergebnisse experimenteller Untersuchungen. Erste Folge. Barth, Leipzig 1937, Viruskrankheiten. I. Teil: Die Viruskrankheiten des Menschen, ihre Erreger und ihre Bekämpfung. II. Teil: Die Viruskrankheiten der Haus- und Laboratoriumstiere, ihre Erreger und ihre Bekämpfung. Barth, Leipzig 1938", "mit Heinz Zeiss: Behring. Gestalt und Werk. 1. und 2. überarbeitete Auflage. Schultz, Berlin-Grunewald 1941", "¬Die¬ biologische Infektionsabwehr des menschlichen Körpers; zugleich eine Einführung in die theoretische und praktische Immunitätslehre und Serodiagnostik, 2. Erg. Aufl., Wien 1948", "¬Der¬ Tod hatte das Nachsehen. Emil von Behring - Gestalt und Werk. Bielefelder Verlag, Bielefeld 1954", "mit Otto Gsell: Die Virus-krankheiten des Menschen. Ihre Erreger und ihre Bekämpfung. Barth, Leipzig 1954; sechs Auflagen bis 1964." ],
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    "dateModified" : "2018-09-24",
    "source" : [ "Deutsche Biographische Enzyklopädie, 1995", "Eidesstattliche Erklärung vom 14. März 1948 gegenüber Adolf P. Eisemann, Assistent-Verteidiger am Militärgerichtshof VI in Nürnberg", "Werther, Thomas: Fleckfieberforschung im Deutschen Reich 1914-1945, Diss. phil., Marburg 2004", "https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Bieling (Stand: 24.09.2018)" ]
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