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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Herkunft: Sohn des Bäckermeisters und Hoteliers Johann Josef Diedenhofen aus einer alteingesessenen Mayener Bürgerfamilie. [[Anm.: Im Geburtenregister des Standesamts Mayen ist er mit den Vornamen \"Aloys Nikolaus\" eingetragen. Eine Vornamensänderung ist dort nicht beigeschrieben (Auskünfte des Standesamts Mayen vom 16./17.1.2006)]]. - Familienstand: verheiratet seit 1923 mit Thea Geib, 3 Kinder. - Religion: katholisch, Kirchenaustritt 1933. - Ausbildung: Volksschule, Gymnasium bis zur Obersekundareife; 1916-1918 Teilnahme am 1. Weltkrieg (zuletzt Feldwebel); danach kaufmännische Lehre. - Beruf: Zunächst im elterlichen Geschäft, übernimmt 1923 das Konfektionshaus seiner Ehefrau in Mayen, verpachtet es 1931 wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten, um dann wieder im väterlichen Geschäft zu arbeiten; 12.3.1933 Stadtverordneter im Stadtrat Mayen, Wahl zum 1. Beigeordneten, als solcher Führung der Geschäfte des Bürgermeisters bis Sept. 1933; Aug. 1934-Sept. 1937 Stadtbürgermeister von Bitburg; März 1945 als Feldwebel zu einem Pionier-Bataillon eingezogen, 28.4.1945 Gefangennahme in Friedrichshafen.\n\nNSDAP: seit 1930 NSDAP-Sympathisant; 1.1.1932 Eintritt in die NSDAP (Nr. 840376); Herbst 1932 vorübergehende Führung der Geschäfte des Ortsgruppenleiters in Mayen, SA-Führer in Mayen; Herbst 1933 als hauptamtlicher Angestellter in das Amt für Kommunalpolitik bei der Gauleitung in Koblenz versetzt, stellvertretender Abteilungsleiter im Kreisamt für Kommunalpolitik Koblenz-Stadt; Anfang 1934 Ortsgruppenleiter der Ortsgruppe \"Schenkendorf\" in Koblenz; Aug. 1934-Sept. 1937 Kreisleiter von Bitburg; Sept. 1937-9.4.1943 Kreisleiter des Kreises Birkenfeld-Baumholder (Sitz in Idar-Oberstein); 9.4.1943-März 1945 Kreisleiter in Neuwied (scharfe Differenzen mit dem dortigen Landrat Dr. Reppert). Nachkriegszeit: bis Okt. 1945 Kriegsgefangenschaft, erneute Verhaftung nach seiner Rückkehr, Okt. 1945-19.3.1948 Internierung in Darmstadt und Diez, 19.3.48-28.4.1950 U-Haft im Gefängnis Saarbrücken und im Gefängnis Koblenz-Karthause wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Judenpogrome 1938 in Idar-Oberstein, Hoppstädten, Bosen und Sötern) 28.4.1950 Urteil des Schwurgerichts Bad Kreuznach: 3 Jahre Gefängnis, durch Internierung und U-Haft verbüßt (Aufhebung des Urteils durch das Oberlandesgericht Koblenz am 8.3.1951 und Zurückverweisung an das Landgericht Bad Kreuznach, dort neues Urteil am 27.3.1952: 10 Monate Gefängnis, durch U-Haft verbüßt); Säuberungsspruch der Spruchkammer Koblenz vom 16.1.1951: Belasteter. Relativ gemäßigter Kreisleiter, der nach eigener Darstellung v.a. aus wirtschaftlichen Gründen Nationalsozialist geworden war (Zurückdrängung des angeblich übermächtigen jüdischen Einflusses in der Wirtschaft, dem er die Schuld an der schlechten Situation seines Geschäfts gab), andererseits aber zahlreiche schlechte Beurteilungen im Spruchkammerverfahren. In seiner Heimatstadt Mayen scheint er sich zurückgehalten zu haben, dagegen in Bitburg mehrere Versetzungen von \"politisch unzuverlässigen\" Beamten. Vom Neuwieder Bürgermeister Haupt wird Diedenhofen als \"ein vom Caesarenwahnsinn Befallener\" bezeichnet. [[Anm.: Landeshauptarchiv Koblenz Best. 856 Nr. 160477, Bl. 10]]. ---[Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]" ],
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    "source" : [ "Bundesarchiv Best. PK/B 297 Diedenhofen. - Landeshauptarchiv Koblenz Best. 584/6 Nr. 4-13, Best. 856 Nr. 90208, Nr. 160477, Nr. 160497, Nr. 160786, Best. 856 A Nr. 25. - Standesamt Mayen. - Dorfey, Beate: \"Goldfasane\" oder Hoheitsträger der Kreise? Die Kreisleiter im Gau Koblenz-Trier, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 29, 2003, S. 297-424. -" ]
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