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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Herkunft: Sohn des Glasfabrikanten Eduard Reppert; die Familie betrieb seit Generationen Glashütten, bis 1680 im Elsass, dann in Friedrichsthal (Kr. Saarbrücken). - Familienstand: verheiratet, 1 Kind. - Religion: evangelisch, 1936 Kirchenaustritt (eigene Begründung: \"Als Hugenotten\"\" seit Generationen keine innere Bindung zur Landeskirche\"). [[Anm.: Im Fragebogen der französischen Militärregierung vom 7.5.1948 (Landeshauptarchiv Koblenz Best. 856 Nr. 160497)]]. - Ausbildung: Volksschule, Oberrealschule Saarbrücken; Studium der Chemie, Hüttenkunde, Geologie, Volkswirtschaft und Philosophie an den Technischen Hochschulen in München und Berlin und an den Universitäten München und Halle (Mitglied in der Studentenverbindung \"Corps Isaria\", München), 1907 Promotion in Halle. - Beruf: 1907-1908 Assistent an der Technischen Hochschule Berlin; 1909 Eintritt in das Syndikat der Vereinigten Flaschenhütten Saarbrücken, dort 1910 Prokurist, 1912 Direktor der Glashütte L. Reppert Sohn, Friedrichsthal, 1913 Vorstandsmitglied der Oldenburgischen Glashütte AG (über 2000 Arbeiter in 4 Werken), in deren Besitz die Glashütte L. Reppert Sohn übergegangen war; 1914 Teilnahme am 1. Weltkrieg als Offizier in der 2. Garde-Division, am 11.11.1914 bei Ypern schwere Verwundung (Zertrümmerung des rechten Oberarms, 60% kriegsbeschädigt); 1915-1918 Referent der Abteilung für Handel und Gewerbe bei der deutschen Zivilverwaltung in Belgien; 1919 Ausscheiden aus der Oldenburgischen Glashütte AG (nach eigener Darstellung wegen seiner Kriegsverletzung), Umzug nach Rheinbreitbach (Kr. Neuwied), wo seine Frau vom Rest ihres Vermögens das \"Haus Hubertus\" erwirbt; ab 1921 Verbindung zu Hugo Stinnes, Mitarbeit bei Aufbau und Organisation der modernsten Hohlglashütte Europas (April 1924-April 1933 Generalvertreter der Glaswerke Ruhr AG, Essen-Karnap, für den Verkauf von Flaschen sowie Wirtschaftsglas und Verpackungsglas für die südliche Rheinprovinz, das Saargebiet und den Bezirk Frankfurt am Main); am 27.4.1933 vom Koblenzer Regierungspräsidenten Sybel vertretungsweise für den beurlaubten Landrat Dr. Grossmann von Neuwied berufen, Okt. 1933-1945 Landrat von Neuwied (zunächst kommissarisch, zum 1.12.1933 definitive Ernennung mit entsprechendem Gehalt); als Landrat erbaut sich Reppert im Berggelände bei Rheinbreitbach die Villa \"Reppertsberg\", die auf Kosten der Gemeinde mit einem langen Verbindungsweg und einer Wasserleitung erschlossen werden muss; 1933-1945 Oberfeldführer im Deutschen Roten Kreuz.\n\nNSDAP: 1.8.1930 Eintritt in die NSDAP (nach persönlichem Gespräch mit Gottfried Feder MdR im Frühjahr 1930), erster Nationalsozialist in Rheinbreitbach; seit Aug. 1930 Stützpunktleiter, dann Ortsgruppenleiter in Rheinbreitbach; Nov. 1931-20.5.1933 Kreisleiter von Neuwied-Nord mit Sitz in Rheinbreitbach, weil der Neuwieder Kreisleiter Dern kein Auto hatte, um den nördlichen Teil des Kreises zu betreuen (Anfang 1933 etwa 75 Pg in 30 Ortschaften; Reppert rühmt sich in einem Schreiben vom 13.5.1933, seinen Kreis \"aus einer Zentrumshochburg\" schon vor dem Januar 1933 zu einem \"nationalsozialistischen Bollwerk\" gemacht zu haben); Gauleiter Simon entbindet ihn auf seinen Antrag am 20.5.1933 vom Amt als Leiter des Kreises Neuwied-Nord, er bleibt Kreisleiter z.b.V. mit dem Recht, seinen bisherigen Dienstanzug weiter zu tragen; Nov. 1931-1940 Gaufachberater, dann Gauamtsleiter für Technik [[Anm.: Im März 1933 erscheint er unter dem Titel \"Gaukommissar für Wirtschaftstechnik und Arbeitsbeschaffung\" (Bundesarchiv Best. N 22 Nr. 261)]] bei der Gauleitung Koblenz-Trier; 1940 für die Nachfolge von Josef Ackermann als Gauinspekteur vorgesehen, was aber nicht zustandekommt, da Ackermann dann doch nicht, wie ursprünglich geplant, in die Wehrmacht einrücken muss; Vorsitzender des Ehrenhofes der NSKOV in Koblenz-Trier. Nachkriegszeit: 9.5.1945-8.6.1949 Internierung in Ludwigsburg und Trier-Petrisberg; 27.12.1948 Säuberungsvorschlag des Untersuchungsausschusses Neuwied: Belasteter; 8.4.1949 Säuberungsurteil der Spruchkammer im Interniertenlager Trier-Petrisberg: Minderbelasteter; 18.7.1949 Einspruch des Reppert (zurückgenommen am 28.7.1949), 24.8.1949 Widerspruch des Landeskommissars; 28.10.1949 Säuberungsurteil der Spruchkammer Koblenz: Minderbelasteter, Kürzung des Ruhegehalts um 10% bei Erhaltung des Rechts auf den Titel Landrat a.D.; 17.1.1950 Einspruch des öffentlichen Klägers: Einstufung als Aktivist; auch der Landrat von Neuwied protestiert am 30.1.1950 gegen dieses seiner Ansicht nach zu milde Urteil; 4.5.1950 Säuberungsurteil der Rechtsmittelabteilung Koblenz: Einstellung des Verfahrens. Reppert vermittelte \"den Eindruck eines herrschsüchtigen Menschen, der plump und brutal seine eigenen Interessen überall in den Vordergrund stellte und dabei über Leichen gehen konnte\". [[Anm.: Zeugenaussage des Kreisoberinspektors Hans Weber, Neuwied, vom 24.6.1948 (Landeshauptarchiv Koblenz Best. 856 Nr. 160497, Bl. 2)]]. ---[Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz ; 28)]" ],
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