{
  "placeOfBirth" : [ {
    "label" : "Arolsen",
    "id" : "Arolsen"
  } ],
  "gender" : [ {
    "id" : "https://d-nb.info/standards/vocab/gnd/gender#male",
    "label" : "Männlich"
  } ],
  "dateOfDeath" : [ "1967-11-30" ],
  "rppdId" : "pkc0324",
  "dateOfBirth" : [ "1896-05-13" ],
  "placeOfDeath" : [ {
    "label" : "Schaumburg",
    "id" : "https://rpb.lobid.org/spatial#n141035030200"
  } ],
  "type" : [ "AuthorityResource", "Person", "DifferentiatedPerson" ],
  "@context" : "http://lobid.org/gnd/context.jsonld",
  "gndSubjectCategory" : [ {
    "label" : "Politiker und historische Persönlichkeiten",
    "id" : "https://d-nb.info/standards/vocab/gnd/gnd-sc.html#16.5p"
  } ],
  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Herkunft: Sohn des bis Nov. 1918 regierenden Fürsten Friedrich zu Waldeck und Pyrmont, Neffe der niederländischen Königin Emma. - Familienstand: verheiratet seit 25.8.1922 mit Herzogin Altburg von Oldenburg (Tochter des letzten regierenden Großherzogs Friedrich August von Oldenburg), 3 Kinder. - Religion: evangelisch. - Ausbildung: 1902-1912 Privatunterricht, 1912-1914 Wilhelmsgymnasium in Kassel, Aug. 1914 Kriegsabitur; Aug. 1914-Nov. 1918 Kriegsdienst beim III. Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 83 \"von Wittich\" (3. Kurhess.), im Stab der 22. Infanterie-Division, Generalkommando z.b.V. 65, Nov. 1917 Oberleutnant, Dez. 1918-Mai 1919 im Freikorps Hasse (Berlin und Grenzschutz Oberschlesien), Mai 1919 aus dem Militärdienst entlassen; Mai 1919-1921 Ausbildung in der elterlichen Landwirtschaft und in verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben (u.a. in Oldenburg), 1921-1923 Studium der Landwirtschaft, Volkswirtschaft und Rechtswissenschaften an der Universität München (ohne Abschluss)\n\nOkt./Nov. 1923 Zeitfreiwilliger bei der Reichswehr (\"Niederschlagung des Kommunistenaufstandes in Thüringen\"\" und Sachsen\"); 1927 Wiederaufnahme des Landwirtschaftsstudiums in München; 19.6.1932 zusammen mit Friedrich Karl Freiherr von Eberstein als Anführer einer nicht genehmigten Kundgebung von rund 6000 SA- und SS-Männern in München festgenommen und zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt, jedoch schon nach einigen Tagen wieder auf freien Fuß gesetzt. - Beruf: März 1933-1945 MdR (Reichswahlvorschlag), ab Nov. 1933 Wahlkreis 23 (Düsseldorf-West); Juni 1933-Juni 1934 kommandiert zum Auswärtigen Amt (Berlin) und stellvertretender Leiter des Referats \"Personalien der höheren Beamten\", Juni 1933 Legationsrat; Ordentliches Mitglied der Akademie für Deutsches Recht (München); 4.12.1934 ehrenamtlicher Richter am 2. Senat des Volksgerichtshofs; 1936 Eintritt in den Lebensborn e.V.; 11.8.1936-Jan. 1939 Leiter der Obersten Behörde des Deutschen Reitsports; Mitglied des Reichsbauernrats, preußischer Provinzialrat der Provinz Hessen-Nassau; 9.3.-19.4.1937 stellvertretender Leiter der Obersten Behörde für Vollblutzucht und Rennen, 19.4.1937 Leiter der Obersten Behörde für Traberzucht und Rennen, 19.4.1937-Jan. 1939 Leiter der Obersten Behörde für die Prüfungen von Warm- und Kaltblutpferden; 22.9.1939 Mitglied des Verteidigungsausschusses des Wehrkreises IX; Okt. 1939 Beauftragter des Reichskommissars für die Festigung des deutschen Volkstums; 8.4.1941 General der Polizei, 18.5.1942 in die Planstelle eines Generals der Polizei eingewiesen (mit Wirkung vom 1.1.1942); Leiter des Büros für die Germanisierung der Ostvölker (Kassel).\n\nNSDAP: 1919 (a.A.: 1923) Eintritt in den Jungdeutschen Orden; Jan. 1923 Teilnahme am NSDAP-Parteitag in München; 1925/26 Leiter des Amts VIII (Revisionsamt) der Ordensleitung des Jungdeutschen Ordens; 1926/27 außenpolitischer Leiter in der Ordensleitung des Jungdeutschen Ordens; 1927 Austritt aus dem Jungdeutschen Orden, bis 1929 Stahlhelm; 19.11.1929 Eintritt in die NSDAP (Aufnahme mit Wirkung vom 1.11.1929, Nr. 160025); 2.3.1930 Eintritt in die SS (Nr. 2139), 2.3.-6.4.1930 im SS-Sturm München bzw. in der SS-Standarte I (München), 6.4.1930 SS-Sturmbannführer, 8.4.-11.7.1930 Adjutant der SS-Standarte I (mit Wirkung vom 6.4.1930), 11.5.-15.9.1930 Brigadeadjutant der SS-Brigade Bayern, 11.5.1930 SS-Standartenführer, 11.7.-15.9.1930 Adjutant des SS-Oberführers Süd, 24.9.1930-15.9.1931 Adjutant des Reichsführers SS (mit Wirkung vom 15.9.1930), 15.9.1931 SS-Oberführer, 15.9.1931-10.6.1933 Stabsführer des Reichsführers SS, 15.3.1932 SS-Gruppenführer, 28.2.1933-1936 kommandiert zum Verbindungsstab des Führers (Berlin), 1.6.1934-20.6.1935 Führer des Gruppenstabs z.b.V. des RFSS (Berlin); 30.6.1934 an der Niederschlagung des \"Röhm-Putsches\" beteiligt, u.a. Zeuge bei den Erschießungen von SA-Führern im Gefängnis München-Stadelheim; 20.6.1935-31.12.1936 Führer des SS-Oberabschnitts Rhein (Koblenz, ab 1.12.1935 Arolsen), 30.1.1936 SS-Obergruppenführer.\n\n1936-5.1.1939 Richter am Obersten Ehren- und Disziplinarhof der DAF; 1.1.1937-1945 Führer des SS-Oberabschnitts Fulda-Werra (Arolsen, ab 29.3.1945 Weimar), März/April 1938 Führer des Sicherungsstabs für die Volksabstimmung am 10.4.1938 im SS-Oberabschnitt Fulda-Werra, 6.10.1938-20.2.1944 Höherer SS- und Polizeiführer bei den Reichsstatthaltern und Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau, in Hannover, in Hessen, der Provinz Sachsen, in Thüringen und in Westfalen und beim Bayerischen Staatsminister des Innern im Wehrkreis IX, 17.10.1939-1945 Oberster Gerichtsherr des SS- und Polizeigerichts XXII (Kassel), Mai-4.6.1940 Übung bei der SS-Totenkopf-Division (Frankreich), 20.2.1944-1945 Höherer SS- und Polizeiführer Fulda-Werra in den Gauen Kurhessen, Thüringen und im Wehrkreis IX, 1.7.1944 General der Waffen-SS und der Polizei, 1.10.1944-1945 Höherer Kommandeur der Kriegsgefangenen im Wehrkreis IX. Nachkriegszeit: 13.4.1945 von den Amerikanern festgenommen, anschließend interniert; 7.3.1947 wegen \"Verletzung der Gesetze und Gebräuche des Krieges\" im \"Buchenwaldprozess\" in Dachau angeklagt; 4.8.1947 zur eigenen Entlastung und Verteidigung als Zeuge aufgerufen; 14.8.1947 von einem amerikanischen Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt; 8.6.1948 Reduzierung der Strafe auf 20 Jahre Haft; 24.2.1949 Einleitung eines Entnazifizierungsverfahrens vor der Spruchkammer Fritzlar-Homberg; 10.9.1949 erneute Reduzierung der Strafe auf 5 Jahre Haft; 17.9.1949 Urteil der Spruchkammer Fritzlar-Homberg; 29.11.1950 aus gesundheitlichen Gründen aus der Haft entlassen, lebte danach in Arolsen; 17.7.1953 Erlass der verbliebenen Vermögenssühne durch Gnadenakt des hessischen Ministerpräsidenten Zinn; 1959-1961 Einleitung mehrerer Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft Kassel wegen Mordes, Totschlags und Beihilfe zum Mord, jedoch stets Verfahrenseinstellung wegen Verjährung oder \"nicht nachweisbarer Schuld\". ---[Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz; 28)]", "1914 Freiwilliger im 1. WK; nach 1918 Studium der Agrarwissenschaften, währenddessen Angehöriger von Freikorps und des Jungdeutschen Ordens; 1922 Heirat mit Altburg Herzogin von Oldenburg, zw. 1923 und 1939 5 Kinder; 1929 Eintritt in NSDAP und SS; Adjutant von Himmler; 1932 SS-Gruppenführer; seit 1933 Mitglied des Reichstages; beteiligt an der Niederschlagung des \"Röhm-Putsches\"; Dez. 1934 Mitglied des \"Volksgerichtshofes\"; 1936 SS-Obergruppenführer und Führer mehrerer SS-Oberabschnitte; verantwortlich für das Konzentrationslager Buchenwald; 1947 Internierung im Rahmen des Buchenwald-Hauptprozesses; Verurteilung zu 20 Jahren; 1950 aus gesundheitlichen Gründen entlassen; seit 1946 Oberhaupt des Hauses Waldeck-Pyrmont; wohnte auf Schloss Schaumburg im Rhein-Lahn-Kreis;" ],
  "describedBy" : {
    "dateModified" : "2011-08-25",
    "source" : [ "Lilla, Joachim (Bearb.): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924, Düsseldorf 2004", "SWD", "http://de.wikipedia.org/wiki/Josias_zu_Waldeck_und_Pyrmont (Stand: 25.08.2011)" ]
  },
  "id" : "https://d-nb.info/gnd/119150840",
  "gndIdentifier" : "119150840",
  "preferredName" : "Josias / Waldeck, Erbprinz",
  "variantName" : [ "Waldeck und Pyrmont, Josias Georg Wilhelm Adolf ¬zu¬", "Waldeck und Pyrmont, Josias ¬zu¬", "Waldeck-Pyrmont, Josias ¬zu¬", "Waldeck und Pyrmont, Josias ¬zu [Who's who D]¬", "Waldeck-Pyrmont, Josias G. ¬zu¬", "Waldeck und Pyrmont, Josias Erbprinz ¬zu¬", "Josias / Waldeck, Erbprinz" ],
  "sameAs" : [ {
    "id" : "https://persondata.toolforge.org/redirect/gnd/commons/119150840",
    "collection" : {
      "name" : "Wikimedia Commons"
    }
  }, {
    "id" : "http://persondata.toolforge.org/redirect/gnd/de/119150840",
    "collection" : {
      "name" : "Wikipedia-Personenartikel"
    }
  } ],
  "depiction" : [ {
    "id" : "https://commons.wikimedia.org/wiki/Special:FilePath/Bundesarchiv%20Bild%20146-1969-041-62%2C%20Josias%20zu%20Waldeck-Pyrmont.jpg",
    "url" : "https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv%20Bild%20146-1969-041-62%2C%20Josias%20zu%20Waldeck-Pyrmont.jpg?uselang=de",
    "thumbnail" : "https://commons.wikimedia.org/wiki/Special:FilePath/Bundesarchiv%20Bild%20146-1969-041-62%2C%20Josias%20zu%20Waldeck-Pyrmont.jpg?width=270"
  } ]
}