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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Kathol. Geistlicher. - D war im Ersten Weltkrieg Sanitätsunteroffizier, anschließend Studium der Theologie, Priesterweihe 1921. Kaplan in Halsenbach, Großrosseln und Adenau und 1929 Pfarrverwalter der Pfarrei Mandern - D war Mitglied der Zentrumspartei; er trat entschieden gegen den Nationalsozialismus auf, so daß seine Parteiversammlungen schon 1932 v. SA-Männern gestört wurden; er wies auf Terrorakte hin und verurteilte Unrechtsmaßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung. 1933 baute er mit Jugendlichen ein Pfarrheim, um die Jugend dem Einfluß der NSDAP zu entziehen. Es kam zur Aufzeichnung seiner Predigten, 1933 zum Strafantrag wegen angebl Beleidigung des Ortsvorstehers, zu Hausdurchsuchungen und Verhören; es folgte Verurteilung zu 100 Reichsmark Bußgeld oder 10 Tagen Gefängnis. Die Pfarrangehörigen sammelten und bezahlten das Bußgeld. Die NSDAP veranstaltete eine Unterschriftenaktion gegen D. Der Generalvikar mahnte zu Enthaltung polit. Äußerungen. Aufgrund eines anonymen Anrufs floh D vor der Gestapo nach Bilsdorf (Saargebiet). Eine Unterschriftenaktion der Bevölkerung v. Mandern brachte 92 % Stimmen für D. Als er 1934 seinen Dienst in Mandern wieder antreten wollte, wurde er durch einen unbekannten Oberstaatsanwalt aus Köln gewarnt. Am 26.04.1934 wurde ein Haftbefehl wegen seiner Predigten und der Behauptung, der Nationalsozialismus führe zur Katastrophe der Welt, erlassen. Einen Tag später suspendierte ihn der Generalvikar wegen polit. \"Hetze\" im Saargebiet nach canon 2222. Mehrere Versuche der SA, Pfarrer D aus dem Saargebiet ins Reich zu entführen, schlugen fehl. Der Generalvikar stellte ein Gnadengesuch, das abgelehnt wurde. Am 15.01.1935 floh D zu Verwandten nach Frankreich (Lothringen). Da sein Antrag um Aufenthaltsgenehmigung abgelehnt wurde, floh D weiter nach Redingen/Attert in Luxemburg zu den Franziskanerschwestern\n\nAls D Anfang 1938 in einem Schreiben an die Allgemeine Lebensversicherungsanstalt in München die Nationalsozialisten als \"braune Pest\" bezeichnete, wurden neue Maßnahmen gegen ihn eingeleitet und Haftbefehl wegen \"heimtückischen Angriffs\" auf Staat und Partei erlassen. Am 3.07.1939 wurde ihm die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt. Nach dem Überfall der deutschen Truppen auf das Großherzogtum Luxemburg konnte sich D nacheinander bei den Familien Moes und Wendel Wirth in Redingen bis Kriegsende verstecken. Durch die schmale Kost jener Zeit und den ständigen Aufenthalt in einem dunklen Zimmer erkrankte D schwer an Skorbut und Magengeschwüren. - Nach der Befreiung wurde D Ende 1945 zum Pfarrer v. Dasburg und (gesundheitsbedingt) 1951 v. Weiten ernannt. - ---[Daten übernommen aus: Stefan Trauten, in: Monz, Heinz / 1929-2012 (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]" ],
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    "source" : [ "Anton Biwer: Machtergreifung im Hochwald, in: Jahrbuch des Landkreises Trier-Saarburg, 1998, 173-186", "Personalakte im Bistumsarchiv Trier, Abtlg 85 Nr.294 Blatt 245 ff" ]
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