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  "biographicalOrHistoricalInformation" : [ "Religion: \"überkonfessionell\", 1938 gottgläubig. - Ausbildung: Maurerlehre in Koblenz, Berufsschule. - Beruf: Maurergeselle, 1925-1928 Besuch der Höheren Bauschule in Bingen, 1928 Hochbau-Ingenieur, 1929-1931 Bauführer in Darmstadt; 15.11.1934 Ratsherr der Stadt Koblenz; März 1936-1945 MdR, Wahlkreis 21 (Koblenz-Trier); nach 1935 Gefreiter d.R. bei der 16. Kompanie des Infanterie-Regiments 116, 1940 im Kriegseinsatz als Leutnant d.R. in einem Grenadier-Regiment (Westfront), 1940 verwundet. - NSDAP: Juni 1925 Eintritt in die NSDAP (Nr. 13213) und SA; SA-Pressewart, zeitweilig Führer des SA-Sturms 115 (Darmstadt); Juni 1931-1932 Gaupropagandaleiter der Gauleitung Koblenz-Trier der NSDAP; Juni 1931-1933 HJ-Gauführer Koblenz-Trier-Birkenfeld (Gebiet Westmark), 1933-1945 Führer des Gebiets Koblenz-Trier (ab 1942 Gebiet 12 \"Moselland\") der HJ (Koblenz), [[Anm.: \"Bei den großen Jugendsportveranstaltungen jener Jahre (z. B. Gebietssportmeisterschaften 1938 in Trier) trat K. als aktiver Sportler und als Hauptredner regelmäßig in Erscheinung, wodurch er in der Region Trier als einer der wichtigsten Führungspersönlichkeiten der NS-Sportpropaganda galt\" (Monz, Heinz (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon, Trier 2000, S. 209)]] 1933-1935 Beauftragter für die HJ im Saargebiet; 5.10.1944 Nach dem von Gauleiter Simon am 31.8./1.9.1944 veranlassten Rückzug der NSDAP-Funktionäre aus Luxemburg richtet Karbach ein 16-seitiges Schreiben mit heftigen Angriffen gegen den Gauleiter an Hitler, Bormann, Himmler, Ley, von Schirach und Reichsjugendführer Axmann. [[Anm.: Bundesarchiv Best. PK/F 276 (Karbach)]] Nachkriegszeit: 1949-1974 Geschäftsführer und Gesellschafter der Firma Holzindustrie Hunsrück GmbH Mathias Tenhaeff in Ellern, danach im Ruhestand Betätigung als Heimatschriftsteller (\"Interessanter Hunsrück\" 1979, Aufsätze über Burg Hunolstein, Kloster Ravengiersburg und Schinderhannes 1988). ---[Daten übernommen aus: Maier, Franz: Biographisches Organisationshandbuch der NSDAP und ihrer Gliederungen im Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz. Mainz [u.a.] : Verlag v. Hase & Koehler, 2007. (Veröffentlichungen der Kommission des Landtages für die Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz; 28)]", "Architekt. - K war in der NS-Zeit 1933-1939 \"Hitler-Jugend\"-Gebietsführer im NSDAP-Gau Koblenz-Trier und 1940-1945 im Nachfolgegau Moselland, zu dem das gewaltsam annektierte Großherzogtum Luxemburg geschlagen worden war. Gleich nach seiner Ernennung zum Gebietssportführer am 31.03.1933 drängte K massiv auf die Ablösung des erfahrenen, jedoch nicht parteikonformen Trierer Bezirksjugendpflegers, Turnlehrer Peter Josef Busch (1871-1957), durch den gerade erst 21jährigen \"Hitler-Jugend-Bannführer\" Wilhelm Ahrndt, der als Begründer der Hitler-Jugend in der Stadt Trier zu den rührigsten Jungnazis zählte. Seit der Gleichschaltung des Jugendsports 1936 kontrollierte K den gesamten Jugendsport in den genannten Bereichen. 1938 wurde er zudem zum sogenannten \"Reichstagsabgeordneten\" ernannt. - Bei den großen Jugendsportveranstaltungen jener Jahre (z.B. Gebietssportmeisterschaften 1938 in Trier) trat K als aktiver Sportler und als Hauptredner regelmäßig in Erscheinung, wodurch er in der Region Trier als einer der wichtigsten Führungspersönlichkeiten der NS-Sportpropaganda galt. - Nach dem Kriege war K 1949-1974 Geschäftsführer und Gesellschafter der Firma Holzindustrie Hunsrück GmbH Mathias Tenhaeff in Ellern. Außerdem beschäftigte er sich als Heimatschriftsteller. - ---[Text übernommen aus: Thomas Schnitzler, in: Monz, Heinz / 1929-2012 (Hrsg.): Trierer Biographisches Lexikon. - Trier : Wissenschaftlicher Verlag, 2000. - ISBN 3-88476-400-4]", "Sohn eines Küfers und Gastwirtes; getauft auf den Vornamen \"Jakob\"; 1913 Umzug nach Koblenz-Arenberg; 1914-1922 Volksschule; 1922-1925 Lehre als Bauzeichner; 1925 Gründungsmitglied der NSDAP-Ortsgruppe Koblenz-Arenberg, SA-Eintritt; 1927 erste Verhaftung wegen einer gewalttätigen SA-Propaganda-Aktion; 1926-1928 Besuch der Höheren Bauschule in Bingen; 1928 Maurergeselle; 1930 Examen als Bautechniker; 1930-1931 Bauführer in Darmstadt; 1931 Umzug nach Koblenz; Propagandaleiter des Gaues Koblenz-Trier und Gauführer des Hitlerjugend-Gebietes \"Westmark\"; 1933 Bezirksjugendpfleger für die Bezirke Koblenz und Trier; 1934 Ratsherr in Koblenz; i.d.F. eine der wichtigsten Führungspersönlichkeiten der NS-Sportpropaganda; 1935 Freiwilliger bei der Wehrmacht, Feldwebel der Reserve; 1936 Änderung des Vornamens zu \"Rolf\", Austritt aus der katholischen Kirche; Heirat mit Elisabeth, geb. Tenhaeff, in einem pompösen \"germanischen\" Hochzeitsritual, bei dem der Koblenzer Bürgermeister als Standesbeamter und der Gauleiter als Trauzeuge fungierten; 1936-1938 Reichtagsabgeordneter; ab dem 30.08.1939 am Westwall eingesetzt, wo er 1940 eine schwere Verwundung erlitt und Monate im Lazarett verbrachte; 1940 Ernennung zum Hochbauingenieur; Tätigkeit in einem Architekturbüro; 1941 erneut Tätigkeit für die HJ, vom Wehrdienst befreit; betrieb die Auflösung aller anderen Jugendverbände, auch in den besetzten Gebieten, wie z.B. Luxemburg; setzte sich für die frühzeitige Wehrertüchtigung und freiwillige Gestellung der Jugendlichen ein; 1944 äußerte er scharfe Kritik am Gauleiter Simon und wurde durch Hitler selbst vom Dienst supendiert; Eintritt in die (Waffen-)SS und 1945 auf Befehl Himmlers Befehlshaber einer Sperrgruppe von 500 Mann; 1945-1949 Arbeit als Bauernknecht; ab 1949 Geschäftsführer in der Fabrik seines Schwiegervaters in Ellern und Kirchberg; 1950 entnazifiziert, wegen mangelnder Beweise und wegen günstiger Zeugenaussagen, die ihm fanatischen Nationalsozialismus, aber auch Menschlichkeit und Toleranz bescheinigten; engagierte sich ehrenamtlich; Mitglied im Hunsrücker Geschichtsverein und Autor vieler regionalgeschichtlicher Artikel" ],
  "publication" : [ "Burgruine Hunolstein im Hunsrück - in: Heimat zwischen Hunsrück und Eifel 36 (1988) Nr.12", "¬Der¬ Hunsrück-Dom Ravengiersburg - in: a.a.O. Nr.2", "¬Das¬ Lied vom Schinderhannes - in: a.a.O. Nr.4", "Interessanter Hunsrück. Berichte und Bilder aus Landschaft, Geschichte und Architektur, 4. Aufl, Weiherhaus/Kirchberg 1979" ],
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    "source" : [ "Rolf (Jakob) Karbach, in: Hunsrücker Biographie, Loseblatt-Sammlung, August 2017", "Karl-Georg Böhmer (Hrsg.): Biochronik Hunsrück Band 1, Simmern 1966, 78", "Einwohnerbuch für Stadt- und Landkreis Koblenz, Birkenfeld und Höhr-Grenzhausen 1938", "Moselland-Sportdienst v. 31.03.1943, 9-12 (Porträtfotos)", "Peter Rau: Ein Leben für den Sport, Kassel 1991 (Unveröffentl. Typoskript)", "Thomas Schnitzler: Trierer Sportgeschichte, Trier 1997, 116 f.", "Thomas Schnitzler: Der Schulsport im nationalsozialistischen Trier, in: Kurtrierisches Jahrbuch, 1961 ff, 35 (1995), 353 (Gruppenfoto mit K)", "Todesanzeige in: Hunsrücker Zeit. Heimatblatt der Rhein-Zeitung für Hunsrück und Hochwald v. 17.03.1992.", "*Abbildungen: Porträtfotos in Moselland-Sportdienst.", "Lilla, Joachim (Bearb.): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924, Düsseldorf 2004", "Weiß, Petra: Rolf Karbach - vom Hitlerjugend-Funktionär zum Heimatforscher, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 42.2016, S. 323-375" ]
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